Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

23.12.2005

SBS trennt sich vom Wartungsgeschäft

Siemens Business Services (SBS) verkauft seine produktnahen Dienste an Fujitsu-Siemens (FSC).

Kurz vor Jahresende hat Siemens-Chef Klaus Kleinfeld noch eine Großbaustelle geschlossen. Der SBS-Geschäftsbereich Product Related Services (PRS) geht zum 1. April 2006 von der IT-Tochter SBS an den von Siemens und Fujitsu gemeinsam geführten Hardwarehersteller Fujitsu-Siemens Computers (FSC) über. Einen Kaufpreis nannten die Partner nicht. Zeitungsberichten zufolge hat FSC zwischen 200 und 300 Millionen Euro gezahlt.

SBS entledigt sich damit eines großen Problemfalls. Der Bereich PRS hat im vergangenen Geschäftsjahr mit 1,3 Milliarden Euro etwa ein Viertel des gesamten SBS-Umsatzes erwirtschaftet, war zugleich aber der größte Verlustbringer im Unternehmen. Insgesamt musste der IT-Dienstleister in dem am 30. September 2005 ausgelaufenen Geschäftsjahr ein Minus von 690 Millionen Euro ausweisen. Nun wächst bei SBS die Hoffnung, das von Kleinfeld gesteckte Unternehmensziel erreichen zu können. Im Jahr 2007 steht die Siemens-Tochter in der Pflicht, eine Marge von sechs bis sieben Prozent zu erzielen. "SBS wird sich jetzt voll auf die Sanierung und Weiterentwicklung des Kerngeschäfts fokussieren", sagte Kleinfeld. Die Aufgaben beschränken sich künftig auf Outsourcing- und Systemintegrations-Services.

PRS beschäftigt 5000 Mitarbeiter und soll als eigenständiges Tochterunternehmen unter dem FSC-Dach den Kern eines neuen Servicebereichs bilden. Bereits in der Vergangenheit hat PRS das Gros der bei FSC anfallenden Wartungsdienste geleistet und damit etwa 50 Prozent des Umsatzes erzielt. Ovum-Analystin Katharina Grimme begrüßt den Schritt: "Das Abkommen wird FSC eine breite Kundenbasis erschließen. Wartungsdienste eröffnen Möglichkeiten für zusätzliche Produktverkäufe."

An den geplanten Stellenstreichungen ändert der Deal indes nichts. SBS muss bis 2007 rund 5400 der weltweit insgesamt 39 000 Arbeitsplätze abbauen und rund 1,5 Milliarden Euro einsparen. Von den Stellenkürzungen sind PRS sowie die von SBS weitergeführten Geschäftsbereiche Operation Services und Solution gleichermaßen betroffen. (jha) u