Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

13.03.2007

SBS verkauft norwegische Dependance

Logica CMG übernimmt 250 SBS-Mitarbeiter und einen Kunden, der nicht besonders gut auf Siemens zu sprechen ist.

Siemens IT Solutions and Services (SIS, vormals Siemens Business Services) hat seine norwegische Niederlassung zu einem ungenannten Preis an Logica CMG verkauft. Die Mitarbeiter sollen in WM Data integriert werden. Den skandinavischen IT-Dienstleister hatte Logica CMG erst im vergangenen Jahr übernommen. Mit der jüngsten Akquisition steigt Logica CMG zu einem der bedeutendsten IT-Dienstleister in der Region auf. Größter skandinavischer IT-Service-Provider bleibt Tieto Enator.

Ärger mit dem Militär

SBS Norwegen hat 250 Beschäftigte, die für rund 20 Kunden Outsourcing-Dienste, Infrastrukturservices und Systemintegration erbringen. Im Geschäftsjahr 2005 nahm das Unternehmen rund 50 Millionen Euro ein. Die Niederlassung war Ende vergangenen Jahres im Zuge der Berichterstattung über den Korruptionsskandal bei Siemens in die Schlagzeilen gerückt. Bereits im Jahr 2002 hatte ein SBS-Controller das lokale Management sowie die zentrale Governance-Abteilung auf Unregelmäßigkeiten in der Abrechnung mit dem norwegischen Militär hingewiesen. Laut Servicevertrag mit dem Verteidigungsministerium durfte die Siemens-Tochter bei dem Geschäft höchstens acht Prozent Gewinn machen. In Wirklichkeit verdiente sie weit mehr.

Statt den Hinweisen nachzugehen, entließ das Management den Mitarbeiter. Der klagte und bekam Recht. Zudem bestätigte das Gericht die gegen SBS erhobenen Vorwürfe. Die Siemens-Tochter hat demnach tatsächlich zu viel Geld vom Verteidigungsministerium verlangt. Mehrere Berater und Mitarbeiter der Behörde gerieten unter Korruptionsverdacht. Sie sollen Reisen und Geschenke bekommen haben, um bei der Prüfung der SBS-Rechnungen nicht so genau hinzusehen. Siemens musste seine Fehler eingestehen und viele Millionen an das Verteidigungsministerium zurückzahlen. Das örtliche SBS-Management wurde entlassen. (jha/sp)