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02.07.2004 - 

Vollwertige Outlook-Unterstützung für Mail und Kalender

Scalix 9.0 soll ältere Exchange-Installationen ablösen

02.07.2004
MÜNCHEN (CW) - Das kalifornische Startup-Unternehmen Scalix bietet eine Messaging-Lösung für Linux an, die Benutzer älterer Exchange-Ausführungen zum Umstieg bewegen soll. Die eben erschienene Version 9.0 verbessert die Unterstützung für Outlook und Web-Mail.

Scalix beruht auf "HP Openmail", dessen Quellcode die 2002 gegründete Company in Lizenz genommen hat. Hewlett-Packard leistet zwar noch Support für seine Openmail-Anwender, verkauft das System aber nicht mehr an Neukunden. Scalix übernahm von HP nicht nur den "Messaging Server", sondern auch den "MAPI Service Provider" für Microsoft Outlook. Dieses Modul hört jetzt auf den Namen "Scalix Connect for MS Outlook" und wurde in der aktuellen Version an Outlook 2003 angepasst. Damit bietet es Anwendern eine Reihe von Funktionen, die sie von Exchange kennen. Dazu zählen der Zugriff auf öffentliche Ordner ("Public Folders"), das Markieren von Mails mittels "Quick Flags" oder das Lesen des Layout-Modus. Im Kalender wird die Funktion zur Ermittlung freier Zeit für Meetings unterstützt.

Auf dem Client bietet Scalix mit einem Connector für Novells "Ximian Evolution" zusätzlich eine gleichwertige Linux-Option an. Dieser freie Groupware-Client ist in Aussehen und Funktionsumfang Microsofts Outlook nachempfunden. Er umfasst neben einer Mail-Komponente auch solche für Kalender, Terminplanung und Adressverwaltung.

Die auffälligsten Neuerungen unter den Frontends kann "Scalix Web Access" (SWA) vorweisen. Der Hersteller verspricht nun vollwertigen Zugang zu Mail, Kalender und Adressbuch via Web-Browser. Dabei ist die Benutzerführung weitgehend jener der Desktop-Clients angepasst und verfügt etwa über Pull-Down-Menüs oder Unterstützung für Drag and Drop. Dafür seien weder Active-X-Komponenten noch Java-Applets nötig, vielmehr wurde laut Scalix nur DHTML und Javascript verwendet.

Deshalb stehe der Web-Zugriff auch auf Systemen außerhalb eines Unternehmens zur Verfügung, wo keine derartigen Objekte via Web geladen werden können. Neu hinzugekommen ist für Scalix Web Access die Unterstützung für Mozilla. Damit können nicht nur Windows-Anwender zwischen einer Desktop-Software und einem Browser-Frontend wählen, sondern auch jene unter Linux. Zusätzliche Client-Optionen ergeben sich dank der Mail-Standardprotokolle wie POP 3 oder Imap.

Weitere Neuerungen betreffen die Administration und die Einbettung in eine vorhandene Infrastruktur. Der neue Web-Client zur Systemverwaltung bietet ähnlichen Benutzerkomfort wie SWA und erlaubt die zentrale Verwaltung von Benutzern, Gruppen und Berechtigungen. Erweitert wurde auch die Zahl der Linux-Distributionen, auf denen der Server laufen kann. Zu Red Hat kam nun Suse hinzu. Die von HP Openmail außerdem unterstützten Unix-Systeme werden von Scalix nicht mehr berücksichtigt. Neben LDAP kann Scalix vor allem Microsofts Active Directory nutzen und bringt dafür ein Synchronisierungsmodul mit. Dieses gleicht das Scalix-Verzeichnis laufend mit jenem von Microsoft ab. (ws)

Fazit: Neue Anreize

Mit der neuen Version des Messaging-Systems ist Scalix besser gerüstet, um der interessanten Zielgruppe der Exchange-5.5-Anwender ein Angebot zu unterbreiten. Viele von ihnen scheuen wegen der erforderlichen Einführung des Active Directory das Update auf ein neueres Microsoft-System. Deshalb wird diese Gruppe auch von den Großen der Branche heftig umworben. Durch die verbesserte MAPI-Unterstützung kann Scalix eine Migration in Aussicht stellen, die den Endbenutzern weitgehend verborgen bleiben dürfte. Dank dem neuen Ximian-Connector und der Web-Mail für Mozilla werden Linux-Desktops vollwertig berücksichtigt.