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21.09.1984 - 

Karstadt Installiert POS-Kassensysteme in 15 Supermärkten:

Scanner spüren Ladenhüter auf

21.09.1984

ESSEN (CW) - 15 Scanner-Systeme will die Karstadt AG, Essen, innerhalb des nächsten Jahres sukzessive installieren. Von dem POS-Kassensystem mit Scanning, EAN/UPC-Handlesern und einer Warenwirtschaftsauswertung über den Filialrechner verspricht sich das Kaufhaus in erster Linie eine effektivere warendisposition und höhere Gewinne.

Ob die neue Kuchen, Käse- oder Pizzasorte Gaumenfreuden bereitet, weiß man in den Essener Karstadt-Supermarkten dank Scanner bald schneller als bisher. Dazu der Abteilungsleiter der Einkaufsorganisation, Peter Niederhausen: "Wir können unseren Verkauf optimieren, weil sich ertragsreiche und ertragsschwache Artikel voneinander unterscheiden lassen." Man hoffe, durch die Installation der neuen Anlagen insgesamt einen Nettonutzen von einem Prozent am Umsatz nach einer Eingewohnungsphase von einem Jahr zu erwirtschaften. Die erwarteten Kostensenkungen kämen dann allerdings nicht nur durch einen höheren Informationsnutzen, sondern auf lange Sicht auch durch personelle Umstellungen zustande, führt Niederhausen weiter aus.

Datenerfassung im Check-out

Das POS-System erfaßt die Verkaufsdaten im Check-out, wobei die Preise und Artikelbezeichnungen aus dem Massenspeicher abgerufen werden. Zusätzlich kann man auf der Platte des Rechners weitere Artikel speichern, die über Kasse und Scanner anzusprechen sind. Im Rechner des Verbundsystems wird der Umsatz für jeden einzelnen Artikel festgehalten und ist stets über einen Maser abrufbar. Außerdem erfolgt eine Aufzeichnung aller registrierten Posten auf der Winchester-Platte des Rechners. Sollten also die Master oder Satelliten einmal ausfallen, so ist dennoch eine Rekonstruktion sämtlicher Geschäftsabläufe möglich. Und was Preisänderungen betrifft, so können diese online vom Bildschirm des Rechners oder offline von den Master-Maschinen aus erfolgen.

Die Warenwirtschaftsanalyse findet vor Ort statt: Der Rechner übernimmt die Konsolidierung und Auswertung aller Daten aus den jeweils angeschlossenen Verbundsystemen. Für die Softwarepflege und die Übertragung von Auswertungsergebnissen besteht eine DFÜ-Verbindung.

Die Möglichkeit, daß Zahlen verlorengehen, besteht praktisch nicht, da es für den laufenden Betrieb eine dreifache Absicherung gibt. Wenn er Master ausfallt, übernimmt der Backup-Master alle Funktionen des Verbundsystems. Sollte auch dieser seinen Dienst versagen, dann Bann mit einem zweiten Cluster weitergearbeitet werden.

Ein bargeldloser Zahlungsverkehr ist in den Karstadt-Lebensmittelabteilungen nicht geplant. Peter Niederhausen: "So etwas lohnt sich eigentlich nur da, wo viel mit Schecks oder Kreditkarten bezahlt wird." Im Supermarkt sei dies jedoch selten.

Und was nun die Barzahlung anbelange, so ginge diese genauso schnell vonstatten wie ein bargeldloser Zahlungsverkehr. Nochmals der Leiter der Einkaufsorganisation: "Der Kassiervorgang wird ja schon durch den Rückgeldgeber erheblich" verkürzt. Es nimmt sich aber zeitlich gesehen nichts, ob man nun eine Kreditkarte oder sein Geld zückt."

DIE HARDWARE

(Die Anzahl der einzelnen Hardwarekomponenten richtet sich nach der Größe der jeweiligen Lebensmittelabteilung)

- NCR 9100 mit Bildschirm NCR 7910 als Filialrechner, an den die POS-Kassensysteme NCR-126 im Verbund angeschlossen sind (Cluster)

- Drucker für die Erstellung von Regaletiketten und Protokollen

- Scanner im Chek-out

- EAN/UPC-Handleser (angeschlossen an einen Bildschirm)

- Master-/Satelliten-System bestehend aus Master, Back-up-Master sowie mehreren Satelliten

- Siemens-Mobida-2-Datenerfassungsgeräte zur Ein- und Weitergabe von Inventurdaten