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15.10.2007 - 

Rufschädigung für Firmen

Schaden durch Online-Kritiken

pte pte

Mit der wachsenden Reichweite des Internets steigen auch die Fälle, in denen anonyme Internetnutzer große wie kleine Firmen online diskreditieren. Dabei kann es sich sowohl um unzufriedene Mitarbeiter und Kunden als auch um neidvolle Wettbewerber handeln. Ein Internetzugang und eine funktionierende Tastatur genügen, um im Netz öffentlich über ein Unternehmen herzuziehen. Wie die "New York Times" berichtet, entsteht den Betroffenen daraus immer mehr Schaden einerseits im Hinblick auf das Image, infolge häufig auch finanziell.

Rufschädigung nicht nur für Unternehmen

Die Online-Poster zeigen sich dabei durchaus kreativ. Während manche sich nur kritisch über bestimmte Produkte oder Dienstleistungen äußern, gehen andere so weit, Firmengeheimnisse auszuplaudern oder Gerüchte über unethisches Verhalten innerhalb eines Betriebs zu verbreiten. "Es gibt alle möglichen Arten von Schäden, die den Unternehmen im Web zugefügt werden. Die Anzahl der verschiedenen Methoden hängt allein von der Kreativität der Übeltäter ab", sagt Marc S. Friedman, Chairman der Abteilung für geistiges Eigentumsrecht bei der Anwaltskanzlei Sills Cummis Epstein & Gross, gegenüber der New York Times.

Doch nicht nur Unternehmen sind von negativen Internet-Postings betroffen. Auch für Politiker, Autoren und andere in der Öffentlichkeit stehende Personen kann daraus erhebliche Rufschädigung entstehen. Die Urheber bleiben dabei zumeist durch die Anonymität des Internets unausgeforscht und können davon geschützt agieren. Die finanziellen Schäden erreichen mittlerweile in Einzelfällen bereits Millionenhöhe oder führen sogar dazu, dass ein Unternehmen daran zugrunde geht.

Negative Äußerungen im Web verursachen den Firmen finanzielle Schäden.
Negative Äußerungen im Web verursachen den Firmen finanzielle Schäden.
Foto:

Die Justiz ist meist machtlos gegen derlei negative Online-Kritiken, und der Großteil der Anwälte empfiehlt daher, die irreführenden Postings am besten zu ignorieren. Unternehmen, die mit Stellungnahmen reagieren, riskieren häufig, nur noch mehr Öl ins Feuer zu gießen und heizen die anonymen Schreiber damit erst richtig an. Und selbst wenn Unwahrheiten früher oder später wieder von den Webseiten und Online-Plattformen entfernt werden, bleibt häufig ein schaler Nachgeschmack beziehungsweise finden die Poster meist eine Vielzahl an neuen Wegen, ihre Kritiken zu platzieren beispielsweise auf anderen Review-Seiten (Yelp, Tripadvisor et cetera), die sehr häufig über große Nutzerzahlen und erheblichen Einfluss verfügen. pte/MF