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21.10.1994

Schadenfreude ueber das DEC-Schicksal

Betrifft CW Nr. 40 vom 7. Oktober 1994, Seite 7: "Digital-Kunden sorgen sich um den Traditionsanbieter"

Wer Mitte/Ende der 80er Jahre das Thema "Ken Olsen versus Unix" miterlebt hat, kann sich angesichts der heutigen Unix-Dominanz eine gewisse Schadenfreude ueber das Schicksal von DEC nicht verkneifen. Man darf aber auch nicht verschweigen, dass die Anwender nicht ganz schuldlos sind. Fuer ihre VAXen haetten sie schon immer ausgezeichnete Unix-Implementierungen bekommen koennen, da wesentliche Entwicklungen auf diesen durchgefuehrt wurden (zum Beispiel Berkley Software Distribution). Eine staerkere Nachfrage haette vielleicht auch bei DEC etwas bewegt. Im uebrigen denke ich nicht, dass Bill Gates die Time-Sharing-Rechner besser als die Leute von DEC verstand, denn sonst haette er nicht diese grauenhafte Multitasking-Implementation bei Windows zugelassen und sich fuer Windows NT den DEC-Chefentwickler Cutler holen muessen. Auch sollte man der Firma DEC im Vergleich mit Microsoft zugute halten, dass sie bis heute fuer Spitzentechnologie bekannt ist - ein Verdacht, in den Microsoft nicht so leicht geraet.

F.-P. Reich, Leiter Informatik, ZUMtOBEL Licht GmbH, 61250 Usingen

Urspruenglich nicht gewuenscht

Betrifft CW Nr. 41 vom 14. Oktober 1994, Seite 51: "Im SAP-Umfeld muss Raum fuer neutrale Beratung bleiben"

Es war an der Zeit, auf diesen Umstand hinzuweisen. Gerade die urspruenglich vorgesehene Zielgruppe des gehobenen Mittelstandes verfuegt oft nicht ueber die DV-technische Infrastruktur, um solch ein Projekt zu managen.

Erfahrungsgemaess wird auch der personelle und gedankliche Einsatz in der Customizing-Phase gehoerig unterschaetzt.

Hier sollte der Einsatz externer Berater unbedingt ueberlegt werden. Ein R/3-Projekt kann nicht nur nebenbei laufen. Check der erreichten Milestones, Zwischenbericht, einzuleitende, flankierende oder korrigierende Massnahmen koennen gerade in mittelstaendischen Unternehmen vorteilhafter durch externe Berater vorgenommen werden.

Alleine die Zusammenarbeit mit SAP oder deren Partnern kann zu einer Loesung fuehren, die urspruenglich nicht gewuenscht war und die nach dem enormen Projektvorlauf nur schwer zu korrigieren sein wird.

Um zu verhindern, dass das Projekt ein unbeeinflussbarer Selbstlaeufer wird, sollte schon in der Phase der Konzeption und Definition mit externen Unternehmen zusammengearbeitet werden.

Sinnvoll ist die Zusammenarbeit mit einem Betriebsfremden bei einem Projekt dieser Groessenordnung allemal, zudem das Berichtswesen direkt mit der Geschaeftsfuehrung kommuniziert und dadurch rechtzeitig steuernd eingegriffen werden kann.

Roland R. Fink, Org. & DV-Beratung, Nussloch bei Heidelberg