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20.07.2001 - 

Riversoft und Aprisma ergänzen ihre Produkte für das Infrastruktur-Management

Schärferer Blick ins Firmennetz

MÜNCHEN (CW) - Zum reibungslosen Betrieb von Unternehmensnetzen sind Tools für das Infrastruktur-Management heutzutage fast unverzichtbar. Mit Riversofts "Network Management Operating System" und Aprismas "Spectrum" stehen zwei Lösungen zur Verfügung, die Anwender bei dieser schwierigen Aufgabe unterstützen sollen.

Einer Umfrage der Analysten der Meta Group zufolge gehört das Verwalten des Firmennetzes mit Abstand zu den wichtigsten Aufgaben im Unternehmen. Die Verfügbarkeit der Infrastruktur aufrechtzuerhalten, Störungen so schnell wie möglich zu entdecken und zu beseitigen stellt jedoch gerade in komplexen Netzen eine wahre Herkulesarbeit dar. So beschreibt das Bundesministerium für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in seinem "IT-Grundschutzhandbuch 2000" (http://www.bsi.de/gshb) das Netz-Management als "die Gesamtheit der Vorkehrungen und Aktivitäten zur Sicherstellung des effektiven Einsatzes eines Netzes (...) hierzu gehört beispielsweise die Überwachung der Netzkomponenten auf ihre korrekte Funktion, das Monitoring der Netz-Performance und die zentrale Konfiguration". Administratoren, die angesichts solcher Herausforderungen Herr der Lage bleiben wollen, müssen daher auf Tools wie das Network Management Operating System (NMOS) von Riversoft oder Spectrum von Aprisma zurückgreifen. Beide Hersteller haben Erweiterungen für ihre Produkte angekündigt.

Hohe BelastbarkeitRiversoft richtet sich mit seiner Lösung vor allem an den Bank- und Finanzsektor sowie Telekommunikationsdienstleister oder Internet-Service-Provider (ISPs). Den Anforderungen dieser Zielgruppen entsprechend, verspricht der Anbieter hohe Verfügbarkeit und Skalierbarkeit: Nach Aussagen von Norbert Feifel, Hauptvertriebsleiter Deutschland bei Riversoft, ist NMOS vornehmlich für Umgebungen konzipiert, in denen mehr als 100 aktive Netzkomponenten installiert sind. Nach oben seien dem System, das dem Manager zufolge unter anderem von der Deutschen Bank und der Commerzbank eingesetzt wird, keine Grenzen gesetzt.

Die jetzt vorgestellte Version 3.0 von NMOS wurde um einige Funktionen ergänzt. So ist die Lösung nun dank "Dynamic Discovery" in der Lage, neu hinzugefügte Komponenten im Netz automatisch zu erkennen und umgehend der Datenbank des Management-Systems hinzuzufügen. Das spart Zeit, weil dadurch die Notwendigkeit entfällt, bei jeder noch so kleinen Änderung ein vollständiges Re-Discovery der kompletten Infrastruktur vorzunehmen.

Neu hinzugekommen ist außerdem die "Central Management Console" (CMC). Diese grafische Benutzer-Schnittstelle lässt sich nach Angaben von Riversoft an die speziellen Anforderungen verschiedener Unternehmen anpassen. So ist es möglich, Ereignisse im Netz sortiert nach Kunden, der eingesetzten Technologie oder der geografischen Lage anzuzeigen. Administratoren können außerdem dank der Funktion "Containment Modelling" über die rein physikalische Sicht hinaus auch eine Ansicht der logischen Verbindungen (virtuelle LANs oder Virtual Private Networks) wählen.

Riversoft bietet NMOS unter verschiedenen Preismodellen an. Die Kosten richten sich dabei unter anderem nach der Anzahl der zu verwaltenden Ports. Als Richtwert gibt der Hersteller Einmalkosten von 50 bis 100 Dollar pro Port an.

Ebenfalls an Kunden mit großen Netzwerken richtet sich die Cabletron-Tochter Aprisma. Der Anbieter hat seine Netz-Management-Plattform Spectrum um neue Komponenten für das Verwalten von Anwendungen sowie der Sicherheitsinfrastruktur erweitert. Einer Studie der International Data Corp. (IDC) zufolge gehen 28 Prozent der Leistungsprobleme in Netzwerken auf Fehler von Applikationen zurück, weitere 25 Prozent schreiben die Analysten Betriebssystem-bedingten Ausfällen zu. Daher versucht Aprisma mit dem "Spectrum Application Manager" (Sam), dem Administrator mehr Kontrolle über die unterschiedliche Software zu geben, die das Firmennetz nutzt.

Sam steuert nach Aussagen des Herstellers E-Mail-Programme, aber auch Business-Software oder Antiviren-Tools. Mit Hilfe von Softwareagenten überwacht die Lösung beispielsweise Antwortzeiten beim Zugriff auf Datenbanken oder Server und löst Alarme aus, wenn dabei bestimmte Schwellenwerte überschritten werden. Es ist aber auch möglich, in kritischen Situationen einen Neustart von Applikationen zu veranlassen, ein Daten-Backup anzustoßen oder ein Script ausführen zu lassen.

Aprisma setzt auf ModuleDas aus mehreren Modulen ("Policy Manager", "Trap Catcher", "Master Agent" und "Agent Mx") bestehende System läuft auf den gängigsten Betriebssystemen und ist laut Aprisma in der Lage, Oracle-, Microsoft-SQL-, Exchange- oder Apache-Web-Server zu kontrollieren. Dabei geben die auf den jeweiligen Servern installierten Agenten Informationen an eine zentrale Konsole weiter. Von dort aus werden auch Policies, die die von den Agenten zu überwachenden Parameter beinhalten, definiert und verwaltet. Administratoren können hierbei auf vorgefertigte Regelsätze zurückgreifen, haben aber auch die Möglichkeit, eigene Policies festzulegen. Sam ist ab August 2001 verfügbar, das Modul kostet laut Anbieter 33120 Dollar für Kunden, die Spectrum bereits einsetzen. Für ein Komplettpaket mit Spectrum und Sam berechnet Aprisma 165250 Dollar. Für zusätzliche Agents müssen Anwender abhängig von der gewünschten Menge zwischen 663 und 1125 Dollar bezahlen.

Als zweite Neuerung präsentiert Aprisma das Modul "Spectrum Security Manager" (SSM). Diese Komponente ersetzt keine vorhandenen Sicherheitsprodukte, sondern soll vielmehr dazu dienen, Meldungen von verschiedenen Lösungen wie Intrusion-Detection-Systemen (IDS), Antiviren-Tools oder Firewalls an einer zentralen Stelle zusammenzuführen, um dem Administrator ein Gesamtbild des Sicherheitszustands seines Netzes zu liefern. Das funktioniert nach Angaben von Aprisma herstellerübergreifend: Zu den unterstützten Anbietern zählen unter anderem Cisco, Axent, Checkpoint, Network Associates sowie Internet Security Systems.

Alarme werden in Echtzeit an SSM übertragen. Die von einzelnen Produkten aufgezeichneten Log-Dateien führt SSM zusammen, um die Fehlersuche zu vereinfachen. Nach Angaben des Herstellers hilft dabei eine im SSM eingebaute künstliche Intelligenz, Zusammenhänge zwischen Meldungen von verschiedenen Systemen zu erkennen.

Anwender können SSM auch ohne Spectrum einsetzen. Der Preis für die ab August verfügbare Lösung liegt bei 112500 Dollar.