Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

01.06.2006

Schaffen Sie klare Verhältnisse!

Renate Oettinger ist Diplom-Kauffrau Dr. rer. pol. und arbeitet als freiberufliche Autorin, Lektorin und Textchefin in München. Ihre Fachbereiche sind Wirtschaft, Recht und IT.

Zu ihren Kunden zählen neben den IDG-Redaktionen CIO, Computerwoche, TecChannel und ChannelPartner auch Siemens, Daimler und HypoVereinsbank sowie die Verlage Campus, Springer und Wolters Kluwer.
In einer Firma müssen die Strukturen und Arbeitsabläufe geregelt sein - Management by Chaos und das Fehlen jeglicher Kontrolle kann schnell den Unternehmenserfolg gefährden. Dr. Renate Oettinger erklärt die "goldenen Regeln".

Ordnung ist das halbe Leben, sagt man. Das gilt auch für die Strukturen und Abläufe im Unternehmen. Mit "Management by Chaos" kommt man nicht weit, und ganz ohne Kontrolle geht es auch nicht. In einem ersten Schritt sollten Sie die nötige Transparenz in die Organisation bringen und für klare Verhältnisse sorgen:

3 Bewahren Sie sich als Chef ein gewisses Maß an Autorität - nicht, indem Sie autoritär auftreten, sondern indem Sie sich der Verantwortung Ihrer Position bewusst sind und dies auch nach außen hin zeigen. Schließlich müssen letztlich Sie als Firmeninhaber den Kopf hinhalten, wenn es Probleme mit Kunden oder Lieferanten gibt. Bedenken Sie aber: Die echte Autorität ist nicht die laute, sondern die sichere und ruhige.

3 Zeigen Sie jedem Mitarbeiter, wie er "dran" ist. Er muss wissen, welche Befugnisse und Verantwortungsbereiche er hat, wer seine Vorgesetzten sind, wer ihm unterstellt ist und wie seine Arbeit und seine Person im Unternehmen und in der Abteilung gesehen werden.

3 Organisieren Sie nicht zu viel. Manchmal müssen sich die Dinge erst eine Zeit lang entwickeln, damit man alles Wesentliche erfassen kann.

3 Sorgen Sie dafür, dass der Instanzenweg eingehalten wird - von oben nach unten genauso wie von unten nach oben. Lassen Sie jedoch Spielräume für hierarchieübergreifende informelle Kommunikation.

Gerüchten durch Information vorbeugen

3 Erläutern Sie notwendige Veränderungen. Geben Sie Einblick in die Ursachen, den Stand der Dinge und die Ziele von Veränderungsmaßnahmen. So beugen Sie Gerüchten vor.

3 Lassen Sie Spannungen in der Führungsebene nicht nach außen dringen, das schafft Unsicherheit und gibt Raum für Spekulationen und Machtkämpfe.

3 Gestalten Sie Ihre Anweisungen kurz, klar und unmissverständlich. Geben Sie alle Informationen, die für die Durchführung notwendig sind.

3 Seien Sie kooperativ und offen, aber verzichten Sie darauf, den "weichen" Vorgesetzten zu spielen. Ein "Laissez faire"-Führungsstil ist nur auf dem Papier positiv. In der Arbeitsrealität erschwert er die Orientierung der Mitarbeiter und verunsichert, wenn er nach außen dringt, Kunden und Lieferanten.

3 Pflegen Sie einen durchaus kameradschaftlichen Umgang mit der Belegschaft, aber wahren Sie den nötigen Abstand. Vermeiden Sie "Verbrüderungen". Kameradschaft heißt nicht Kumpelei.

3 Verhindern Sie, dass sich scharfe Waffen abnutzen. Drohen Sie nur dann mit Sanktionen, wenn Sie sicher sind, sie auch zu verwirklichen. Die Mitarbeiter müssen wissen, dass der Chef "kann", wenn er will, dies aber nur im Notfall tut.

3 Trennen Sie zwischen intern und extern: In der Firma sollten Sie, falls erforderlich, ein klares "Nein" sagen und Kritik offen aussprechen. Doch nach außen hin, in der Beziehung zu Kunden und Lieferanten, müssen Sie für Ihre Mitarbeiter bedingungslos einstehen.

Wichtig ist Vertrauen in die Führung. Wenn Mitarbeiter und Führungskräfte von der Lauterkeit Ihrer Motive überzeugt sind, akzeptieren sie Ihre Entscheidungen - selbst wenn diese unpopulär sind.