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Intel setzt große Hoffnungen in das I/O-System


10.11.2000 - 

Schafft Infiniband eine neue Server-Welt?

MÜNCHEN (CW) - Intels Infiniband hat die letzte Hürde vor der Marktreife genommen. Anlässlich der zweiten Entwicklerkonferenz, die Ende Oktober dieses Jahres in Las Vegas stattfand, wurden die Spezifikationen für die erste Version der Infiniband-Architektur verabschiedet.

Nach über einem Jahr Entwicklungsarbeit hat die Infiniband Trade Association (ITA) die erste Version der Spezifikationen offiziell verabschiedet. Die I/O-Lösung soll demnach Datendurchsatzraten zwischen 500 MB und 6 GB pro Sekunde erlauben. Theoretisch können bis zu 64000 Geräte, vom Server bis zum Switch, in einem Infiniband-basierten Netz eingebunden werden. Zu den 200 Mitgliedern der ITA zählen Branchengrößen wie Intel, IBM, Sun, Hewlett-Packard oder Cisco.

Der Vorteil für die Anwender liegt darin, dass sich zukünftig Server, Speichergeräte und andere Devices in einem Netz leichter verbinden lassen. Voraussetzung ist nur, dass die Geräte mit einem entsprechenden Infiniband-Modul ausgestattet sind. Die unzähligen Adapter, die es heute braucht, um ein Netz aufzubauen, würden wegfallen.

Laut Mike Vernon, Vice President bei International Data Corp. (IDC), könnte der Markt für Infiniband-Produkte im Jahr 2004 ein Volumen von zwei Milliarden Dollar erreichen. Das würde bedeuten, dass von sechs Millionen Servern, die dann ausgeliefert würden, bereits vier Millionen mit Infiniband ausgestattet wären. Allerdings hänge der Erfolg maßgeblich davon ab, in welchem Maße bestehende Bussysteme wie PCI, Ethernet oder Fibre Channel durch Infiniband unterstützt werden, warnt der Marktforscher.

Die ersten Infiniband-Produkte sind bereits angekündigt. So plant IBM einen entsprechenden Chip für Switches, der Ende nächsten Jahres auf den Markt kommen soll. Version 1.0 der Spezifikationen kann gegen eine Gebühr von 20 Dollar von der Website der ITA heruntergeladen werden (www.infinibandta.org).