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31.05.2005

Schafft Novell mit Linux den Turnaround?

Mit Linux will Novell künftig wieder schwarze Zahlen schreiben.

Beim US-Netzwerker Novell setzt man weiter auf die Linux-Karte. Mit dem Geschäft rund um die lizenzfreie Software will die Company aus Waltham, Massachusetts, wieder die Gewinnzone erreichen. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. So konnte der Konzern zwar im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres im Linux-Bereich 159 Prozent mehr umsetzen als im Jahr zuvor, doch mit acht Millionen Euro, so Novells Europa-Chef Volker Smid, ist der Umsatz in diesem Segment noch vergleichsweise gering.

Ingesamt erzielte Novell im zweiten Quartal Einnahmen in Höhe von 297 Millionen Dollar, verglichen zu 294 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Dabei weitete sich das Nettodefizit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 15,4 Millionen auf 15,8 Millionen Dollar aus. Als Grund für das schwache Ergebnis verwies Novell auf Umstrukturierungskosten und hohe Steuerbelastungen. Sondereffekte ausgeklammert, hätte das Unternehmen einen Pro-forma-Gewinn von einer Million Dollar ausgewiesen. Wall-Street-Analysten hatten allerdings im Schnitt mit einem bereinigten Profit von drei Cent pro Anteil gerechnet. Besonders die Entwicklung bei den Lizenzerlösen fiel mit einem Rückgang von 60,3 Millionen auf 45,8 Millionen Dollar schwach aus. Die Umsätze im Bereich Wartung und Services stiegen dagegen um 7,7 Prozent auf 251,3 Millionen Dollar. Nach eigenen Angaben konnte die Company im Berichtsquartal zudem 19 000 Abonnements für den Suse Enterprise Server (SLES) verkaufen und erwirtschaftete damit acht Millionen Dollar.

Während Analysten angesichts dieser Geschäftszahlen teilweise empfahlen die Novell-Aktie im Portfolio unterzugewichten, blickt Novell-Chef Jack Messmann weiter optimistisch in die Zukunft. "Unsere Ergebnisse spiegeln die erheblichen Investitionen wider, die wir machen, um Novell neu zu positionieren", erklärte er. Letztlich würde diese Neuorientierung zu einer steigenden Akzeptanz von Novells Angeboten in den von Linux und Identitäts-Management bestimmten Softwaresegmenten führen. (hi)