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01.11.1996 - 

Konzept für ein Process-Warehouse

Scheer bietet Werkzeuge für den Workflow an

Das Workflow-Konzept wird tiefgreifende Auswirkungen auf die betriebliche Anwendungssoftware haben. Diese von Analysten der Gartner Group stammende Prognose hat Scheer aufgegriffen. Sein Unternehmen zeigte auf der Systems ein auf diesem Grundgedanken beruhendes "House of Business Engineering". Dazu gehört ein Workflow-System, in das ein Teil der sonst in den Anwendungen eingebunden Programmlogik integriert wurde. "Aris-Workflow" übernimmt die Steuerung aller Abläufe und Vorgänge. Außerdem werden Kosten- und Zeitauswertungen der Abläufe an eine zentrale Stelle, den sogenannten Process-Owner, gegeben. Mit Hilfe dieser Informationen lassen sich die Arbeitsabläufe optimieren. Hinzu kommt eine grafische Benutzeroberfläche, mit der sich auch die Sachbearbeiter über den Dokumentenfluß beziehungsweise den aktuellen Stand des Arbeitsablaufs informieren können.

Insgesamt besteht das House of Business Engineering aus vier Teilen: Im Hintergrund findet auf Planungsebene die Prozeßoptimierung statt, die eng mit dem Management verwoben ist. In diesem Bereich ist IDS dabei, die aus der Fertigung bekannten Leitstände zu allgemeinen Prozeßsteuerungs-Werkzeugen auszubauen. Auf der nächsten Ebene befindet sich das neue Workflow-System. Abgerundet wird das Konzept durch Anwendungen.

Gezeigt wurde in München ein Pilotsystem für stückorientierte Fertigung, das die komplette Auftragsbearbeitung unterstützt. Mit seinen Anwendungen konzentriert sich IDS laut Scheer auf Nischenmärkte wie die öffentliche Verwaltung, Krankenhäuser, Energieversorger und Papierhersteller.

Neu ist auch Scheers Konzept für ein "Process-Warehouse", mit dem der Wirtschaftsinformatiker die Idee des Data-Warehousing auf Arbeitsabläufe überträgt. Hierbei geht es darum, Abläufe zu sammeln, zu analysieren und schließlich in Anwendungen zu integrieren. Zu diesem Zweck hat IDS ein Bündel aus "Aris-Toolset" (Prozeßdesign), "Aris-EI-2, "Aris-Prompt" (Prozeß-Management) sowie den Anwendungen und dem neuen Workflow-Produkt geschnürt. In allen Bereichen, so Scheer, sind auch Werkzeuge und Applikationen anderer Hersteller einbindbar.

Darüber hinaus hat das Saarbrücker Software- und Beratungshaus den "Aris-Internet-Navigator" vorgestellt. Dabei handelt es sich laut Wolfram Jost, Mitglied der Geschäftsleitung, um ein Zusatzmodul für Aris-Datenbanken, mit dem sich HTML-Seiten (HTML = Hypertext Markup Language) generieren lassen. Mit Hilfe des Moduls sollen Benutzer über einen Web-Browser Zugang zu den Aris-Prozeßmodellen erhalten und damit Unternehmensmodelle betrachten sowie sich über Zusammenhänge und Inhalte informieren können.