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10.06.1977 - 

IBM: Neue 3270-Geräte und 3790-Erweiterungen

Scheinangriff gegen die Steckerkompatiblen

Es war bisher kein falsch verstandener Futterneid im Spiel, wenn Minicomputer- und Terminal-Hersteller behaupteten, IBM habe nicht die richtigen Produkte für dezentrale Anwendungen (Distributed Processing). Unwidersprochen blieb auch, "daß es immer etwas teurer ist, IBM zu nehmen". Das hat sich - auf den ersten Blick - geändert: IBM-Nachfolgemaschinen für die System/7- und 1800-Minicomputer sind da und auch auf dem 3270-Sektor tut sich etwas (CW Nr. 23 vom 3. Juni 1977, Seite 1: "Nackte Moduln für den mündigen Anwender" und "Preisrutsch auf dem Bildschirm-Markt"): Für das seit 1971 vertriebene Bildschirmsystem kündigte der Marktführer zwei neue Steuereinheiten 3274 und 3276, ein neues Display 3278 sowie zwei neue Drucker 3287 und 3289 an. Darüber hinaus wurden Erweiterungen für die Kommunikationssysteme 3790 und 3770 bekanntgegeben. Ein neues Programmprodukt DMS/3790 (Display Management System) soll die Arbeit des Anwendungsprogrammierers erleichtern. "Die Möglichkeiten, Computerleistung an den Arbeitsplatz des Endbenutzers zu bringen, sind damit vielfältiger geworden", resümiert IBM tiefsinnig. Ob nämlich der IBM-Anwender "mietscheinmäßig" besser wegkommt, sei dahingestellt. Denn wo ist beispielsweise die Serie /1-Software? Und kostet der Übergang auf MVS etwa nichts?

Dies sind die wichtigsten Angaben zu den IBM-Neuigkeiten auf dem Communications-Sektor:

Die Steuereinheit 3274 kann bis zu 32 Bildschirme und Drucker unterstützen; die Hälfe davon können 3270-Bildschirme und Drucker 3284/6/8 sein.

Die kombinierte Bildschirm/Steuereinheit 3276 unterstützt bis zu acht Bildschirme und Drucker. Sie kann auch als Monostation konfiguriert werden.

Bei der Konstruktion des neuen Bildschirms 3278 und der dazugehörigen neuen Tastatur wurde - so IBM - starkes Gewicht auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für den Operator gelegt: Der Schirm ist entspiegelt; ein 7xl4-Punktraster liefert besser erkennbare Zeichen.

Zu den Besonderheiten der Tastatur gehören eine Handauflage und reflektionsfreie Tasten.

Es gibt vier Bildschirmmodelle, die 960, 1920, 2560 oder 3340 Zeichen bei jeweils 80 Zeichen pro Zeile anzeigen können. Die größeren Bildschirmformate sind nach IBM-Angaben beispielsweise für Textverarbeitungs-Anwendungen und Programmentwicklung geeignet. Um die Anpassungsfähigkeit dieser Modelle zu erhöhen, kann der 960-Zeichen-Bildschirm mit 480 Zeichen arbeiten und so wie ein 3277-Modell 1 betrieben werden, während die 2560- und 3440-Zeichen-Bildschirme im 3277-Modell 2-Modus mit 1920 Zeichen arbeiten können.

Der 3287-Drucker mit einer Schreibgeschwindigkeit von bis zu 120 Zeichen pro Sekunde ist ein Tischgerät, das an beide Steuereinheiten angeschlossen werden kann.

Der nur an die 3274 anschließbare Zeilendrucker 3289 schafft-je nach Modell und Druckband - zwischen 40 und 440 Zeilen pro Minute. Die neuen Displays 3276 und 3278 sowie die Drucker 3287 können auch an die Steuereinheit des Systems 3790 angeschlossen werden, dessen Hauptspeicher-Ausbaugrenze von 128 auf 256 KB hinaufgesetzt wurde.

Bei der Datenerfassungsstation 3760/3790 sind jetzt Systeme mit bis zu 25,7 MB Plattenkapazität und mit höherer Druckleistung (bis 410 Zeilen/Min.) konfigurierbar. Erweitert wurden auch die Funktionen der Remote-Batch-Stationen 3 777 (höhere Übertragungsgeschwindigkeit sowie Ansehlußmöglichkeiten für schnelle Zeilendrucker und Disketteenleser) und der programmierbaren Datenstationen 3774 und 3775. Das neue 3270-Equipment, das auch an das System/3 angeschlossen werden kann wurde in Kingston/USA entwickelt und geht in Greenock/Schottland in Poduktion-Erste Auslieferungen an deutsche IBM-Kunden: Voraussichtlich im 2 Quartal 1978.

_AU:D. Eckbauer