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09.10.2014 - 

Best in Cloud 2014 – Claranet

Schießen, hochladen, bearbeiten, teilen: Claranet hebt Leica in die Cloud

Unser Content- und Projektmanager im Event-Bereich, Florian Kurzmaier, ist ein klassischer Quereinsteiger: Nach einem Studium der Geschichtswissenschaften in München landete er zunächst bei der CW-Schwesterpublikation Gamepro, dann als Volontär bei der Macwelt. Inzwischen betreut er die inhaltliche Seite unserer Veranstaltungen und sorgt dafür, dass die zugehörigen Websites laufen. Privat bloggt er auf Adams Apfel, sportlich gehört sein Herz nur dem FC Bayern.

Fotodienste im Web gibt es wie Sand am Meer: iCloud, Flickr, Instagram und Konsorten dominieren die immer stärker vom Smartphone getriebene Fotografie. Mit dem Leica Fotopark will der deutsche Traditionshersteller eine hochskalierbare Cloud-Plattform an den Start bringen und Profis ansprechen.

Leica-Kameras gehören zu den profiliertesten und hochwertigsten Foto-Produkten im Markt. Da verwundert es kaum, dass die Leica Camera AG sich nicht mit einer bloßen Anbindung an beliebte Foto-Portale wie Flickr oder 500px zufrieden geben wollte. Im Gegenteil: Der Traditionshersteller aus dem hessischen Wetzlar setzt auf eine eigene Premium-Lösung für seine ausgesprochen treue Nutzerschaft. Die Basis für den auf der Photokina 2014 vorgestellten Premium-Service "Leica Fotopark" lieferte die Claranet GmbH im Rahmen eines Cloud-Enabling-Projekts für Leica, mit dem sich der Anbieter um den Best-in-Cloud-Award 2014 in der Kategorie Cloud Enabling Infrastructure bewirbt.

BiC-Facts
BiC-Facts

Das Einsatzszenario

Das Einsatzszenario für die Cloud-Enabling-Infrastructure von Claranet ist einfach umschrieben: Dem Kunden Leica soll eine leistungsfähige, hoch skalierbare gemanagte Cloud-Plattform übergeben werden, mit der Leica seine Premium-Foto-Dienste ins Web bringen kann. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Leica als klassischer Hardware-Hersteller wenig Erfahrung und Know-how bei der Umsetzung eines so ambitionierten Cloud-Projekts mitbringt, mussten zunächst organisatorische und unternehmenskulturelle Veränderungen vollzogen werden, um den Fokus auf neue Services wie den Fotopark richten zu können. Teil dieser strukturellen Wandlung und Weiterentwicklung war es auch, intern im Bereich des Produktmanagements eine neue Abteilung für diese Weiterentwicklung einzurichten und bestimmte Prozesse an Dienstleister mit dem nötigen Know-how outzusourcen.

Die Cloud-Lösung

Für das Projekt "Leica Fotopark" wurden von Seiten des Kunden sehr hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der managed Infrastructure gesetzt. Die Plattform musste stabil und performant genug sein, um enorme Datenmengen (im Petabyte-Bereich) verarbeiten und sicher speichern zu können - ein Vorhaben, das mit einer Out-of-the-Box-Lösung kaum umsetzbar wäre.

Um dennoch den hohen Anforderungen Leicas genügen zu können, etablierte Claranet einen innovativen Ansatz, um Agilität, Performance, Betriebssicherheit und einen hohen Automatisierungsgrad der Plattform gewährleisten zu können: eine Kombination aus Scale-Out-Architektur, Software Defined Storage, Software Defined Networking (mit mehrfach redundanter 10 Gbit/s-Infrastruktur) und dem DevOps-Modell als Betriebskonzept.

Als Compute-Plattform kommt für das Projekt "Leica Fotopark" eine Dual-DC-Lösung auf Basis der Nutanix "Converged-Infrastucture" zum Einsatz. Der Storage wurde auf Basis der Ceph-Free-Storage-Plattform entwickelt, die beliebig viele Spiegelungen des Datenbestands ermöglicht und mit der auch eine Tiered-SSD-Architektur eingerichtet werden kann.

Durch die Kombination aus Scale-Out-Architektur und den Tiered-SSD-Storage können beliebig viele IOPS (Input/Output Operations Per Second) für die Bildbearbeitungsfunktionen in der Cloud geliefert werden (zum Start mehr als 300 000). Durch die enge Zusammenarbeit der Claranet mit dem Softwareentwicklungsdienstleister von Leica, Neofonie, ließen sich Anpassungen am Software-Build des Projekts so vornehmen, dass auch die Deployment-Zeiten deutlich reduziert wurden.

Der Business-Nutzen

Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten bedeutet die Investition in das Projekt gleichzeitig eine Investition in ein zukunftsfähiges Produkt zur Verlängerung des Kamera-Geschäfts ins Web. Leica hat damit eine wichtige Weiche gestellt, denn angesichts der immer besser werdender Smartphones schrumpft der Kamera-Markt. Da das Projekt noch nicht vollständig in die Run-Phase übergegangen ist (Grundfunktionen stehen ab dem 16.09.2014 bereit), lassen sich zum RoI noch keine genauen Angaben machen. Claranet und Leica erwarten aber, dass sich die Investition binnen 20 Monaten amortisiert.

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