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16.05.1997 - 

Kommentar

Schlaflose Nächte

Die ersten Reaktionen von Anwendern zu dem Fehler in den Pentium-Pro-Chips waren - wenig überraschend - recht emotionsgeladen. Noch ist die Pleite mit dem FDIV-Fehler in der Fließkomma-Einheit der Pentium-Prozessor-Generation nicht vergessen. Ende 1994 machte Intel mit seiner hermetischen Haltung keine gute Figur in der Öffentlichkeit. Daraus hat das Unternehmen des Andy Grove hoffentlich genug gelernt, um das jetzt offenbar gewordene Problem mit dem Dan-0411-Bug sensibler angehen zu können.

Es besteht auch kein Grund, ohne genaue Kenntnis der Schwere des Fehlers den Stab über Intel zu brechen. Ohnehin dürften die meisten Anwender von Dan-0411 nicht betroffen sein. Das beweist allein die Tatsache, daß auch Pentium-Pro-CPUs den Bug aufweisen. Und von diesem Chiptyp wurden bis dato zirka fünf Millionen Stück in PCs verkauft, ohne daß irgend jemand prozessorbedingte Schwierigkeiten angezeigt hätte.

Der Bug könnte allerdings trotzdem von großer Bedeutung sein: Technisch-wissenschaftliche Anwendungen greifen häufig auf die Fließkomma-Einheiten von Prozessoren zu. Wenn diese dann falsche Statusmeldungen an Applikationen weitergeben und so Fehlfunktionen generieren, kann dieser Umstand tatsächlich gravierende Probleme nach sich ziehen. Einem sehr begrenzten Kreis von Anwendern könnte Dan-0411 also durchaus einige schlaflose Nächte bereiten.