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07.11.2007

Schlechte Ausschreibungen behindern IT-Projekte

Vor allem falsche Kriterien für die Anbieterauswahl sowie ungenaue Anforderungen und Pflichtenhefte verursachen Probleme.

Mangelhafte IT-Ausschreibungen führen immer wieder zu Problemen in Projekten. In einer Umfrage der Beratungsfirma Xact4u Strategy Consulting unter 377 deutschen Mittelstands- und Großunternehmen gaben 29 Prozent der Firmen an, bei jedem dritten IT-Projekt der letzten fünf Jahre Schwierigkeiten gehabt zu haben, die auf Schwächen in den Ausschreibungen gründeten. Ein knappes Fünftel hat solche Zusammenhänge rückblickend bei mindestens jedem zweiten IT-Vorhaben festgestellt.

Unklare Auswahlkriterien

In 55 Prozent der Fälle waren die Probleme auf unklare Kriterien für die Anbieterauswahl zurückzuführen. So wurden häufig Partner ausgewählt, deren Kompetenzprofil den tatsächlichen Erfordernissen zu wenig entsprach und mit denen sich die Projektorganisation schwierig gestaltete. Ein weiterer Grund sind laut Umfrage schlecht definierte Anforderungen beziehungsweise Pflichtenhefte (52 Prozent). Und in zwei von fünf Fällen bestanden zwischen der strategischen Ausrichtung des IT-Vorhabens und den Evaluierungsunterlagen Widersprüche, die die Umsetzung belasteten.

Wenn bereits bei der Auswahl der erfolgskritischen Kompetenzen und Ressourcen Ungenauigkeiten herrschen oder Fehler gemacht werden, kann das fatale Folgen haben, warnt Jörg Gruhler, Vorstand und Senior Partner bei Xact4u: "Durch unzureichende Ausschreibungen können so massive Probleme entstehen, dass das Projekt trotz der getätigten Investitionen abgebrochen werden muss." Der Experte empfiehlt daher, sich für die Ausschreibung genügend Zeit zu lassen. Anwender sollten sich zudem nicht nur auf das kaufmännische Geschick des Einkaufsbereichs verlassen, sondern auch auf Best-Practice-Erfahrungen im Markt zurückgreifen.

(sp)