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01.10.1999 - 

Computerhändler fühlen sich ins Abseits gedrängt

Schlechte Hallenplanung: Wichtige Distributoren boykottieren CeBIT 2000

MÜNCHEN (CW) - Die Pläne der Deutschen Messe AG, auf der CeBIT im Februar die Halle 10 zum reinen Fachhandelszentrum zu deklarieren, stoßen bei den Distributoren nicht auf Gegenliebe. So bleiben Branchenführer wie Computer 2000 oder CHS der Messe im nächsten Jahr fern.

Ihren Protest haben die Unternehmen in einem offenen Brief an den Messe-Vorstandsvorsitzenden Klaus Goehrmann zum Ausdruck gebracht: Die vom Veranstalter gewählte Halle sei für den eigentlich gewünschten Zweck vollkommen ungeeignet. Sie liege abseits der Besucherströme, zudem verlange ihre ungewohnte mehrgeschössige Architektur völlig neue - und entsprechend teure - Messestände. Dies sei im übrigen auch die Auffassung der meisten mit dem Großhandel kooperierenden Hersteller. Es sei mehr als fraglich, heißt es weiter, ob sich die CeBIT als Profimesse damit einen Gefallen tue.

Auf ein Einlenken der Messegesellschaft hoffen die Distributoren übrigens nicht mehr, wie Udo Fußbroich von Computer 2000 erklärt: "Die Halle ist trotz unseres Fernbleibens schon restlos ausverkauft. Wir hoffen aber, daß wir in Zukunft wieder zusammenarbeiten können." Schließlich haben sich die Händler ja immer ein eigenes Zentrum auf der CeBIT gewünscht. Die Messegesellschaft hat in der Tat bereits über 70 Stände in der Halle 10 verkauft und noch weitere Interessenten auf der Warteliste. Gabriele Dörries von der Deutschen Messe AG gibt allerdings auch zu, daß die Attraktivität der Halle zu diesem Zeitpunkt noch zu wünschen übrig läßt: Bis zum Februar soll sie noch renoviert und neu beschildert werden. Einen Imageschaden fürchtet die Messegesellschaft allerdings nicht, da einige der protestierenden Firmen wie Actebis, Ingram Macrotron, Raab Karcher oder Lobster zwar nicht im Fachhändlerzentrum, aber doch als Hersteller in anderen Hallen vertreten sein werden.