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30.01.2004 - 

IT in Versicherungen/Kommentar

Schlechte Zeiten, gute Zeiten

Helga Biesel Redakteurin CW

Nach der Deregulierung des europäischen Versicherungsmarkts in den 90er Jahren mussten sich die Assekuranzen schon einmal intensiv mit dem Thema Verdrängungswettbewerb auseinandersetzen. Europaweite Fusionen und hohe Investitionen, vorrangig in IT zur Unterstützung des Vertriebs, beherrschten plötzlich die bisher eher ruhige Szene. Internet und New Economy taten ein Übriges: E-Business-Geschäftsmodelle brachten frischen Wind in die traditionellen Geschäftsprozesse.

Vielfach entstand so ein kaum überschaubares Spinnennetz von Verbindungen und Abhängigkeiten, kurz: eine zu komplexe IT-Struktur. Die Kosten dafür schlagen heute, im Zeichen eines neuerlichen Verdrängungswettbewerbs, mit vier Prozent der Beitragseinnahmen zu Buche. Abhilfe sollen Integrationsplattformen bringen (Seite 36).

Konsolidierung der Rechenzentren wäre ein weiterer Schritt, Kostenlawinen vorzubeugen. Die beiden Finanzkonzerne Wüstenrot und Württembergische wollen auf diesem Weg in zweieinhalb Jahren 20 Prozent Einsparungen realisieren. Ein RZ-Umzug "nach Drehbuch" ist bereits erfolgreich vollzogen (Seite 38).

Ein wichtiger Teil des Wettbewerbs von Versicherungen spielt sich auch über die Schadensregulierung ab. Die DEVK suchte mittels Mobiltechnik einen neuen Weg, die Probleme, die nach einem Unfall für die Beteiligten entstehen, so komfortabel und schnell zu lösen, dass sie anschließend ihren Versicherer in guter Erinnerung behalten können, ein Ziel dem so mancher Finanzdienstleister nicht gerecht werden kann (Seite 40).

Für all diese Jobs, IT-Integration, -Konsolidierung und Kundenservice, sucht die Branche erfahrene Spezialisten und Projektleiter, am ehesten Anwendungsentwickler und Systemspezialisten, die möglichst auch noch über Branchenerfahrung verfügen. Ohne sie dürften auch die besten Krisen-Manager auf verlorenem Posten stehen: Gute Zeiten für IT-Profis (Seite 41).