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14.10.1977 - 

Kostenfrage bei Dokumentationszentren umstritten:

Schleppender Aufbau öffentlicher Datenbanken

SAARBRÜCKEN - Einen zügigen Aufbau der in der Bundesrepublik geplanten 16 Fachinformationszentren für verschiedene Gebiete der Wirtschaft und Wissenschaft hat die Deutsche Gesellschaft für Dokumentation auf ihrer 30. Jahrestagung in Saarbrücken gefordert. Wie der Vizepräsident der Gesellschaft, Gerhard Zimmermann, Darmstadt, erläuterte, haben bisher erst drei der Zentren ihre Arbeit aufgenommen. Es sind dies die mit jeweils einer Datenbank und einer zentralen Großrechenanlage ausgestatteten Fachinformationsbereiche Medizin in Köln, Physik/Mathematik in Karlsruhe und Chemie in Frankfurt/Main.

Als nächstes Fachinformations-Zentrum soll am 1. Januar 1978 in Frankfurt/Main der Bereich "Technik" eröffnet werden. Die Deutsche Gesellschaft für Dokumentation hofft, daß die in dem 1974 von der Bundesregierung verabschiedeten Programm zur Förderung der Information und Dokumentation vorgesehenen übrigen Zentren im Laufe des nächsten Jahrzehnts eingerichtet werden.

Auf der Jahrestagung tauschen mehr als 400 Dokumentare, Archivare und Bibliothekare aus der Bundesrepublik und anderen westeuropäischen

Ländern Erfahrungen über Informations-Systeme aus und erörtern aktuelle Fragen der Benutzer-Forschung. Die Informationssysteme dürfen "keine Friedhöfe von Daten produzieren", sondern müssen sich den Bedürfnissen der Benutzer anpassen, betonte Zimmermann. Die Fachinformations-Zentren sollten mit öffentlichen Geldern installiert werden, doch die Benutzung der Daten sollten dann die Kunden bezahlen. Es sei nicht tragbar, daß - wie bisher im Informationszentrum Medizin in Köln - Informationen kostenlos abgegeben werden. Unterdessen wächst der Datenbestand der von Verbänden und Industrie-Organisationen getragenen Dokumentationsstellen. So verfügten die von der Zentralstelle Dokumentation Elektrotechnik (ZDE) betriebenen Literatur-Datenbanken Mitte 1977 über einen gesamten Datenbestand von 330000 Hinweisen auf weltweit erschienene wissenschaftlich-technische Fachveröffentlichungen zu allen Gebieten der Elektrotechnik, teilt die Zentralstelle in ihren Nachrichten mit. Die ZDE wird vom Verband Deutscher Elektrotechniker, vom Zentralverband der Elektrotechnischen Industrie (ZVEI) und von der Bundespost getragen.