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20.12.1991

Schließlich sei der Markt für relationale Unix-Datenbanken längst besetzt. Da die Marktsituation auch den Armonkern nicht verborgen geblieben sei, deutet er das Datenbank-Projekt als Teil einer Strategie zur vorsichtigen Umgestaltung des ursprünglich prop

Schließlich sei der Markt für relationale Unix-Datenbanken längst besetzt.

Da die Marktsituation auch den Armonkern nicht verborgen geblieben sei, deutet er das Datenbank-Projekt als Teil einer Strategie zur vorsichtigen Umgestaltung des ursprünglich proprietären SAA-Konzepts zu einer offenen Systemumgebung. Ohne eine Unix-Datenbank für alle Ebenen sei diese nicht realisierbar.

Der Gesinnungswandel der IBM sei jedoch nicht unproblematisch. Die Öffnung des Mainframe-Riesen finde in eine Richtung statt, in der er den Markt nicht wie bisher als wichtigster Anbieter dominieren könne. Das gelte insbesondere für Unix und den Datenbankbereich. Um die Stammkunden nicht in die Arme der Open-Systems-erfahrenen Konkurrenz zu treiben, verpackten die Marketiers die Öffnung daher in vertraute IBM-Konzepte wie SAA.

Aus diesem Grund soll auch die SQL-Komponente des neuen Unix-Datenbanksystems als strategischer Kern von IBMs verteilter Daten-Management-Umgebung "Information Warehouse" vermerktet werden. Hansen kommentiert: "Die Datenbankmitbewerber sind hier mit ihren SQL-basierten Systemen längst einbezogen. IBM selbst wird daher auf eigenem Terrain nur ein Anbieter unter mehreren sein können."

Ein ähnliches Bild hat sich Ulf Schiewe, Geschäftsführer der Sybase GmbH, Düsseldorf, gemacht: "Ein relationales IBM-Datenbanksystem wird sich von unseren Produkten ebenso unterscheiden, wie die von anderen Herstellern." Darüber hinaus betont der Geschäftsführer die enge Zusammenarbeit mit der IBM im Bereich Distributed Relational Database Architekture (DRDA), die dem Information-Warehouse-Konzept zugrunde liegt.

Neu an dem Datenbanksystem, so Insider, werde jedoch seine Multiprocessing-Fähigkeit sein. Diese Eigenschaft könne genutzt werden, wenn auch das Betriebssystem solche Rechner. Architekturen unterstütze. Eine entsprechende IBM-Ankündigung wird ebenfalls für das erste Quartal dieses Jahres erwartet. Wie aus unternehmensnahen Kreisen verlautet, wollen die Armonker ihr AIX mit dem Mach-Kernel des OSF-Betriebssystems ausstatten, der auf den Betrieb mit mehreren Prozessoren ausgerichtet ist.

Die IBM selbst will ihre Datenbankpläne derzeit noch nicht offenlegen. Ihr Kommentar: "Warten Sie doch das erste Quartal 1992 ab."