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08.09.1978

Schlüsselbranche Mikroelektronik ein Schwerpunkt:Hauff plant "Technologiepolitische Aktion"

MÜNCHEN (ma) - Forschungsminister Volker Hauff will die großen gesellschaftlichen Gruppen in einer neuen "Technologiepolitischen Aktion" zusammenführen. In ihr sollen Chancen und Risiken der zukünftigen technologischen Entwicklung erörtert werden.

Ein Schwerpunkt des von Hauff anläßlich eines Besuches bei Siemens in München vorgeschlagenen Diskussionskreises soll die Mikroelektronik sein. Denn ihr wird - beim als notwendig erachteten Strukturwandel der Wirtschaft - eine Schlüsselposition zugewiesen.

Wann die Aktion gestartet werden soll, ließ der Minister noch offen. Zunächst müsse erst einmal die Meinungsbildung über das weitere Schicksal der Konzertierten Aktion abgewartet werden. Gegenüber dieser soll es sich jedoch, wie Hauff unmißverständlich erklärte, bei der von ihm angeregten Aktion weder um einen Ersatz noch um eine Konkurrenzeinrichtung handeln.

In dieser technologiepolitischen Aktion sollten ausschließlich längerfristige Trends diskutiert werden, wobei tagespolitische Gesichtspunkte in den Hintergrund zu treten hätten. Mit seinem Vorschlag stieß Hauff bei anwesenden Industriemanagern auf grundsätzliche Zustimmung. So erklärte Friedrich Baur, Leiter des Unternehmens Bauelemente bei Siemens, daß man gegenüber einem sachlich geführten Meinungsbildungsprozeß grundsätzlich positiv eingestellt sei. "Es muß mehr über die Chancen der Mikroelektronik gesprochen werden", meinte Gert Lorenz, Leiter des Unternehmensbereiches Bauelemente der Valvo, und bezeichnete es als "völlig falsch, bei dieser technologischen Entwicklung und ganz besonders bei ihrer jüngsten Schöpfung - den Mikroprozessoren - immer nur von Job-Killern zu reden".