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15.01.1982 - 

F & S prophezeit 180-Milliarden-Dollar-Kommunikationsmarkt:

Schlüsselposition für Europas Postverwaltungen

NEW YORK (CW) -"Jedes Unternehmen, das sich auf dem Gebiet der europäischen Nachrichtentechnik engagieren will, sollte sich klarmachen, daß es zwischen den einzelnen Ländern dieses Kontinents einerseits und zwischen diesen und den USA andererseits erhebliche Unterschiede gibt." Dies rat eine neue Studie der Marktforschungsfirma Frost & Sullivan (F&S) über das nachrichtentechnische Umfeld in Europa Dort hätten die Länder jeweils unterschiedliche "umweltschützerische und gesetzgeberische Hürden aufgebaut".

Manches hätten die europäischen Staaten aber auch gemeinsam, zum Beispiel Zulassungs- beziehungsweise Genehmigungszeiten, die länger sind als irgendwo sonst auf der Welt, wie F&S aufführt. Diese Hindernisse, oft aus einer protektionistischen Haltung heraus entstanden und "oft nicht offen gehandhabt" werden, bevorzugten die einheimischen Hersteller. Gleichzeitig analysiert der Bericht quantitative Marktaspekte. Er prognostiziert die europäischen Absatzmärkte für nachrichtentechnisches Gerät und kommt dabei auf klotzige 180 Milliarden Dollar (kumulativ) während der achtziger Dekade. Das kommt 50 Prozent des Weltmarktes wahrend der Berichtsperiode in dieser Studie gleich.

Ein weiteres Ergebnis: Ein kumulativer Modem-Markt von 1,2 Millionen Dollar während der nächsten sieben Jahre sowie eine sogar noch bessere Marktchance für Datenbe- und verarbeitungs-Hardware und -Software. Zusätzlich dazu würden erweiterte Speicher- oder Wählvermittlungs-(Circuit or Packet Switching-) Netzwerke "einen riesigen Absatzmarkt für Neuanlagen und Dienstleistungen" schaffen.

Unter den wichtigsten vorhergesagten Entwicklungen sieht die 214seitige Studie eine rapide Expansion des Datenübertragungsmarktes im Verhältnis zum Fernsprechmarkt voraus, wobei sich auf dem Gebiet der Informationswiederauffindung, direkten Nachrichtenübermittlung zwischen Einzelpersonen sowie neuer, nicht sprechverkehrorientierter Dienstleistungen erheblicher Zuwachs zeigen werde.

Eine Zunahme ums Vierfache bei Netzwerk-Abschlußstellen soll eine um das Siebenfache gesteigerte Datenverkehrsdichte (Bits pro Tag) bis 1987 mit sich bringen, wie F&S voraussieht. Die potentiellen Einkünfte aus dem Datenverkehr allein werden sich bis dann bereits auf zwei Milliarden Dollar belaufen; Vergleichszahl für Sprechverkehr: sechs Milliarden Dollar. Wichtig für das Verständnis des europäischen nachrichtentechnischen Umfelds sei das staatliche Monopol, das die sogenannten PTTs (Post, Telephon &~ Telegraph) uneingeschränkt besitzen. "In der informationsorientierten Gesellschaft von heute erobert sich das PTT schnell eine Schlüsselposition im industriellen Gefüge jedes einzelnen Landes" drückt sich F&S unmißverständlich aus.

Die PTTs stehen, so sehen es die britischen Marktforscher, derzeit unter Zeitdruck, innerhalb allerkürzester Zeit neue Dienstleistungen zu erbringen. Stark überlastete Fernsprechnetze in den meisten europäischen Ländern "sind am Zusammenbrechen".

Diese Krise hat die PTTs veranlaßt, als Ausweg getrennte Datenübertragungsnetzwerke einzurichten. "Die Notwendigkeit der Erstellung getrennter Sprech- und Datenübertragungsnetze ist jedoch nur eine vorübergehende", wie F&S ausdrücklich vermerkt. Sobald um die Jahrhundertwende die Digitalisierung der Fernsprechnetze durchgeführt worden sei, stehe einer Zusammenlegung nichts mehr im Wege. Während der Übergangsperiode ließen sich aus der Errichtung öffentlicher Daten-Netzwerke lukrative Marktmöglichkeiten sowohl für Hardware als auch für Dienstleistungen ableiten.

Die Studie ist zu beziehen unter der Chiffre E 465 bei Frost & Sullivan, Ltd., 104-112 Marylebone Lane, London W1M 5FU, Fernruf:

01-486-83 77/83 79.