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03.05.1991 - 

Situation der Anwender analysiert

Schlumberger bietet Konzept für effektiven CAD/CAM-Einsatz

MÜNCHEN (CW) - Die Pionierzeit für CAD/CAM ist vor bei, Insellösungen werden durch ganzheitliche Systeme verdrängt, die Anwender wollen nun Erfolge sehen. Zu diesem Ergebnis kommt die CAD/CAM-Division der Schlumberger Technologie GmbH aufgrund einer US-Studie. Ein neues Konzept des Systemanbieters garantiert den Kunden Erfolg - natürlich gegen Bezahlung.

Nur fünf Prozent aller Anwender nutzen mehr als 80 Prozent der Leistung ihres CAD/ CAM-Systems. Zu diesem Ergebnis kamen die Marktforscher KPMG Peat Marwick McLintock nach Untersuchungen in den USA. 14 Prozent der Befragten gaben an, höchstens 20 Prozent der Möglichkeiten der von ihnen eingesetzten Lösung auszuschöpfen.

Mangelnde Schulung sei nach Meinung von mehr als 50 Prozent der Anwender eine grundlegende Ursache für die schlechte Effizient der CAD/CAM-Systeme. Bei der kundenspezifischen Anpassung der Software, so 43 Prozent der CAD/CAM-Fachleute, müßten sich die Anbieter ebenfalls an die eigene Nase fassen. Knapp ein Drittel der Beteiligten fordert zudem umfassendere und erprobte Implementations-Richtlinien. Weitere 25 Prozent der Befragten hielten eine umfangreichere Planung - von der Installation bis zur Erfolgsmessung - für das geeignete Mittel, die Ausnutzung von CAD/CAM-Systemen zu steigern.

"Wir haben nicht gesehen, was die Kunden wollen", gibt Schlumberger-Geschäftsführer Hans Bauer zu. Das soll sich jetzt ändern. Als "Bravo-Erfolgsgarantie" titulieren die CAD/CAM-Spezialisten ihr neues Konzept, das zufriedene Anwender schaffen soll. Gemeinsam mit dem Auftraggeber will man die Installation individuell planen und überwachen, wobei man in Teilschritten Ziele festlegt. Dazu gehört zum Beispiel die Umkonstruktion und Reduktion der Fertigungszeit eines Teils oder die Schulung von Abteilungen innerhalb eines vordefinierten Zeitraums. Schlumberger steht für das Erreichen der Ziele und den Erfolg gerade. Voraussetzung ist jedoch, daß der Kunde die vertraglich vereinbarten Pflichten erfüllt, unter anderem die Bereitstellung von Arbeitnehmern. Angesprochen sind dabei sowohl Neukunden als auch Industriebetriebe, die eine Systemumstellung vornehmen wollen.

Mit dem Einstieg ins Dienstleistungsgeschäft folgt das Unternehmen dem Branchentrend. Niedrigeren Gewinnmargen, die durch sinkende Systempreise verursacht werden, wollen die Anbieter vermehrt durch ein zweites Standbein - durch Dienstleistungen - Einhalt gebieten. "Es ist nicht auszuschließen, daß in einigen Jahren das Umsatzvolumen, das durch die Konzeptionsverträge erzielt wird, die Einnahmen im Systemgeschäft übersteigt", schätzt der Geschäftsführer. Offene Systeme unterstützt das Unternehmen, das mit DEC- und Apple-Hardware arbeitet, dem Anschein nach eher halbherzig.