Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

30.04.1999 - 

Kommentar

Schmoren im eigenen Saft

Es ist schön, daß sich auch im Zeitalter von Outsourcing und Globalisierung ein kleines Rechenzentrum als konkurrenzfähig erweist. Die Werte für Transaktions- und Ausfallzeiten sind bei der Johannes R. Weichelt GmbH & Co. fantastisch. Da können die großen Vergleichskandidaten, darunter auch die größte deutsche BS/2000-Installation, nur vor Neid erblassen. Die Euphorie der mit-gebenchmarkten Mitarbeiter sorgte sicherlich zu Recht noch eine Weile für Motivation. Auch das ist schön. Außerdem gaben die Ergebnisse Weichelt Sicherheit, daß das, was die Firma tut, so falsch nicht sein kann.

Doch das zeigt auch die Grenzen dieser Form des Benchmarkings auf. Das Schauen auf andere bringt keine Innovation hervor. Schlechte Ergebnisse fördern die Nachahmung und ein stetiges Hinterherhinken, gute Ergebnisse das Verharren in Selbstbestätigung.

Es sind nicht die Vergleichsdaten der Wettbewerber, sondern die eigenen Ziele, an denen ein Unternehmen oder Geschäftsbereich wächst. Die Frage, wie sie sich erreichen lassen, kann eventuell zum Vergleich mit anderen führen. Die Wahl der Benchmark-Partner hängt dann vom Anspruch ab: Reicht es, mitzuschwimmen, oder wird eine Vorreiterrolle angestrebt? Warum sollte eine Fluglinie, die ihren Wartungsbetrieb effektiver gestalten will, nicht den Formel-1-Boxenstop zum Vergleich heranziehen? Ein solches Unternehmen hat das Prinzip des Benchmarkings verstanden. Alles andere wäre ein Schmoren im eigenen Saft.