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US-Unternehmen an Verstößen gegen Computer-Embargo beteiligt:


19.04.1984 - 

Schmuggel in den Ostblock blüht

BOSTON (cw) - Zwei amerikanische und mehrere ausländische Unternehmen werden von den US-Behörden beschuldigt, für Millionen von Dollar hochtechnologische Geräte an die Sowjetunion geliefert zu haben. Bei den Produkten handelt es sich vor allem um Computer und Ausrüstung von Hewlett-Packard Co. sowie Digital Equipment Corp.

Bei den amerikanischen Unternehmen, die jetzt vors Gericht zitiert werden, handelt es sich um MLPI Business Systems Inc. aus Phoenix, Arizona, und Young Sales and Service Inc. aus Nashua, New Hampshire. Laut Anklageschrift haben die beiden Firmen an einer Verschwörung teilgenommen, bei der in den Jahren 1980 und 1981 Computer und Peripheriegeräte über Kanada und die Schweiz an die Sowjetunion und die DDR geliefert wurden.

Dieter Enderlein und Fred Schiavo sollen im Auftrag von zwei Schweizer Unternehmen, der Semitec AG und Elmont AG, US-Computer und Ausrüstung von zwei kanadischen Firmen gekauft haben. Diese beiden kanadischen Unternehmen MLPI-Kanada und Eurodata Inc. stehen ebenfalls unter Anklage.

Enderlein und Schiavo werden beschuldigt, den Transport der Computer von den Vereinigten Staaten nach Kanada und von dort in die Bundesrepublik Deutschland und die Schweiz organisiert zu haben. Von diesen Ländern aus gelangten die Computer, der amerikanischen Justiz zufolge, in die Sowjetunion und die DDR. Die hochtechnologischen Geräte stehen auf der Embargo-Liste des amerikanischen Handelsministeriums und dürfen deshalb nicht in Ostblockstaaten geliefert werden.