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25.04.1997 - 

IT wird ernster genommen

Schmusekurs für DV-Leiter

Chief Information Officers (CIOs) und ihre kaufmännischen Kollegen betrachten die DV nicht länger als bloßen Kostenfaktor, sondern als strategisches Hilfsmittel im Unternehmen. Das Ansehen der DV-Chefs steigt, sie werden von Kollegen und Chefs als ernstzunehmende Partner akzeptiert. Allerdings sollten sie die Bereitstellung der IT-Basisfunktionen nicht vernachlässigen.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer Umfrage unter 230 Chief Information Officers (CIOs), ihren gleichrangigen Kollegen und ihren Vorgesetzten, die das US-Magazin "CIO" in Kooperation mit dem Marktforschungsunternehmen Ernst & Young LLP veranstaltete. Der dortige Programmdirektor Ronald Tarro macht für die neue Harmonie zwei Ursachen aus: Zum einen fänden sich mehr Kaufleute unter den DV-Chefs, zum anderen nutzten Führungskräfte zunehmend selbst einen Computer und zeigten deshalb mehr Verständnis für die Belange der CIOs. Rund 40 Prozent der Auskunftgeber erklärten, daß sie kontinuierlich einen PC verwenden. Bei der Untersuchung im Vorjahr hatte sich kein einziger dazu bekannt.

Strategische Einbindung der DV ist das Hauptziel

Alle drei befragten Gruppen (CIOs, Kollegen und Chefs) erklärten übereinstimmend, daß die Angleichung der DV- und Unternehmensziele 1996 die wichtigste Aufgabe der CIOs war. Die Überwachung dieses Gleichlaufs werde vordringlich bleiben, da sich damit der beste Wertzuwachs für das zukünftige Geschäft erzielen lasse. Vor diesem Hintergrund verblaßt die Bedeutung der als zweitwichtigste Aufgabe angesehene Schaffung einer durchgängigen IT-Architektur.

Noch drastischer ist der Wertewandel bei der Kostenkontrolle. 1995 lag bei den Firmenchefs dieses Kriterium zur Beurteilung des Erfolgs von CIOs noch auf Platz zwei, 1996 vergaben die Bosse nur mehr Rang neun.

Verbesserungsfähig ist das Kommunikationsverhalten der CIOs. Rund 70 Prozent der befragten DV-Chefs gaben an, daß ihnen das Verständnis für die Bedürfnisse der Anwender mehr als alles andere am Herzen liege, jedoch empfinden das nur knapp die Hälfte der Manager und weniger als ein Drittel der anderen Kollegen so. Als Ausweg aus dieser Misere empfehlen die Analysten Organisationspartnerschaften, Arbeitsgruppen und abteilungsübergreifende Projekte. Zudem sei es hilfreich, flexible Systeme zu installieren. CIOs neigten noch immer dazu, das Erreichte zu konservieren. Sie würden sich nur schwer auf die verkürzten Zyklen und die Notwendigkeit zur Flexibilität einstellen.

Dabei wird die Aufgabe der DV-Verantwortlichen zunehmend komplexer. Zwar könnten sie größeren Einfluß auf Geschäftsstrategien nehmen, müßten dazu aber auf die neuen Herausforderungen reagieren, ohne ihr Tagesgeschäft zu vernachlässigen. Das erfordere die Qualitäten eines guten Kommunikators: jemanden, der nicht nur predigen, sondern auch zuhören kann.