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26.08.1994

Schmusekurs koennte zum Aus fuer Betriebssystem DOS 7.0 fuehren Neuer Novell-Chef Frankenberg sucht Annaeherung an Microsoft

FRAMINGHAM (IDG/ciw) - Auf Entspannung in den Beziehungen zum Erzrivalen Microsoft setzt Novells neuer Chairman Robert Frankenberg. Es sollen mit den Redmondern nicht nur gemeinsam Produkte entwickelt werden, die die Client-Applikationen von Microsoft besser in Netware einbinden, sondern Spekulationen zufolge koennte auch die Weiterentwicklung von Novell DOS 7.0 gestoppt werden.

Waehrend eines Treffens mit Analysten erklaerte Frankenberg unter anderem, dass Produktbereiche wie Novell DOS 7.0, die nicht zum Kerngeschaeft gehoeren, in Zukunft eine geringere Rolle spielen sollen.

Ob der Novell-Chef mit dieser Aussage die Einstellung des Betriebssystems vorbereiten wollte, ist noch nicht sicher. Allerdings wuerde das Aus fuer Novell DOS 7.0 eine moegliche Zusammenarbeit mit Microsoft erheblich erleichtern.

Schliesslich hatte es die Branche als Kampfansage gegen die Gates- Company gewertet, als der Netware-Spezialist 1991 Digital Research kaufte und damit die Rechte an DR-DOS erhielt.

Die deutsche Novell-Niederlassung raeumte ein, von den Geruechten zu wissen. Im September werde Frankenberg ein offizielles Statement zur Strategie des Unternehmens abgeben. Darin werde er auch auf den kuenftigen Stellenwert der verschiedenen Produkte eingehen. In Deutschland habe Novell DOS 7.0 hohe Prioritaet. Es werde vom Markt gut angenommen. "Wir gehen nicht davon aus, dass das Produkt eingestellt wird", erklaerte ein Sprecher der Novell GmbH.

Fuer ein Entgegenkommen in Sachen DOS spricht auch die Aussage von David Capuccio, einem Analysten der Gartner Group, der das Treffen mit Frankenberg besuchte: "Die Vorwuerfe gegen Microsoft werden nicht mehr zu hoeren sein, und die schlechten Beziehungen der beiden Unternehmen werden sich verbessern."

Insider sehen die Friedenspolitik des LAN-Marktfuehrers auch vor dem Hintergrund des letzten Quartalsergebnisses, das Beobachter enttaeuschen duerfte. Novells Angaben zufolge bleibt das Resultat des dritten Quartals 1994 (Ende: 30. Juli) um bis zu 20 Prozent hinter den Prognosen von 25 Cent Gewinn pro Aktie zurueck. Wie das Unternehmen gegenueber dem "Wall Street Journal" einraeumte, sind die Einnahmen aus dem Wordperfect-Business und der ebenfalls gekauften Quattro-Pro-Division von Borland niedriger ausgefallen als erwartet.

Noordas Nachfolger bestaetigte auch den Abbau von 1000 Arbeitsplaetzen.