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30.10.1987 - 

Mit Lüfter und zwei Netzteilen:

Schneider bringt AT mit EGA-Karte

MÜNCHEN (ad) - Zu den wenigen Hardware-Anbietern, die auf der diesjährigen Systems eine Neuvorstellung in petto hatten, zählte die Schneider Computer Division: Die Türkheimer ergänzten ihre PC-Produktreihe um den AT-Kompatiblen PC 2640.

Allerdings ist die Maschine kein Amstrad-Produkt - wenngleich man mit den Briten noch zusammenarbeitet. Fred Köster, Leiter der Schneider-Computer-Division, schätzt die Marktchancen für den PC 2640 hoch ein: "Wir sind sicher, daß wir noch in diesem Jahr knapp 5000 Einheiten verkaufen können."

Angeboten wird die Maschine in zwei Versionen. Für 6000 Mark gibt es einen vollausgestatteten AT inklusive MF2-kompatibler Tastatur, Logitech-Maus, zwei seriellen und einer parallelen Schnittstelle, Betriebssystem sowie Monochrom-Monitor. 1000 Mark mehr kostet das Modell mit EGA-Schirm, der bei 16 Farben eine Auflösung von 640 mal 350 Pixel bietet. Der 2640 taktet mit 12 Megahertz, hat eine 32-MB-Festplatte mit 40 Millisekunden mittlerer Zugriffszeit und ein zur PS/2-Modellreihe kompatibles 3?-Zoll-Laufwerk mit 1,44 MB Kapazität.

Aus Fehlern gelernt

Aus den Fehlern, die beim 1512 gemacht wurden, hat die Allgäuer Computerschmiede gelernt: Der AT hat standardmäßig einen Lüfter, um Überhitzungsschäden vorzubeugen, sowie ein Netzteil im Gehäuse und ein separates für den Monitor. Spärlich sind allerdings die Aufrüstmöglichkeiten - nur zwei AT-kompatible Karten finden in dem flachen Gehäuse Platz. Ausgeglichen wird der Mangel an Hardware-Aufrüstung durch die mitgelieferte Software. Neben MS-DOS 3.3 wird die Maschine mit der GEM-Benutzeroberfläche und E-Basic ausgeliefert.

Noch wird der Schneider-AT im Ausland gefertigt, doch entsteht derzeit im Türkheimer Hauptquartier eine Fertigungshalle; laut Köster wird nach deren Fertigstellung der 2640 dort zusammengebaut. Weitere Produkte aus der PC-Familie sollen dann ebenfalls in Türkheim gefertigt werden. Mit ihrem früheren 1512-Lieferanten Amstrad unterhalte Schneider zwar weiterhin Geschäftsbeziehungen, doch ist der AT-Clone eine "echte Eigenentwicklung". Keine Auswirkungen hat die Markteinführung der Maschine ,auf die Preisgestaltung der 1512- und 1640-Produktreihe.

Argumentiert Köster: "Wir haben zwar dieses Jahr für die 1512-Systeme zweimal Preiskorrekturen durchgeführt - aber dabei bleibt es jetzt." Verbindlich sei die Preisliste vom September. Lieferbar ist der AT laut Könster im Anschluß an die Systems.