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14.02.1986

Schnittstellen Pingpong

14.02.1986

Mutationsgefährdet wie Grippeviren sind Schnittstellen-Spezifikationen. Treten sie aber erst einmal inflationär auf, und sei es auch nur in Papierform, findet sich schnell ein Gremium, das Normierung empfiehlt. Ein Chiphersteller ist rasch gefunden, in schlechten Halbleiterzeiten wie diesen; hohe Stückzahlen winken und... interessante Marktanteilsverän- derungen.

Die berühmte ISDN-Schnittstelle S null, lange auf höchster Ebene unter die internationale Akzeptanzlupe genommen, ist kaum verabschiedet, da melden sich wieder internationale Interessenten. Bedeutet: Zwischenlösungen sind angesagt: Ein Exempel statuieren derzeit die im ZVEI zusammenstehenden deutschen ISDN-Protagonisten, allen voran die Bosch-Tochter Telenorma. U p null heißt das Mutations-Interface, das ISDN wenigstens "inhouse" etwas schneller auf die Sprünge helfen soll. Schlechte Zeiten für S-null-Nachtwächter?

Telenorma-MutteI Bosch hat, nach ZVEI-Rezept gemischt, das Upo-Konzentrat schon in der Pfanne; die ersten mittel-hochintegrierten ICs sollen schon in diesem Jahr ausgebacken sein. Die abgespeckte Inhouse-Variante der 64-KBit:Übertragungstechnik nennt sich Pingpong-Verfahren und soll bei französischen Partnern auch schon Freunde gefunden haben. Schön wär's, wenn man sich derart die Bälle zuspielen würde, um einmal mehr nationale Zwischenlösungen zu vermeiden, die als langlebige Provisorien die größere ISDN-Welt wieder mit Brettern vernageln könnten.