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10.06.1988 - 

PPS-System als Nukleus einer künftigen CIM-Gesamtlösung:

Schnittstellen sind heute die wichtigsten Kriterien

Schnelle Reaktion auf Markterfordernisse und kürzere Liefertermine sind Anforderungen, denen sich die Fertigungsindustrie in immer stärkerem Maß stellen muß. Nur mit einer leistungsfähigen PPS-Software kann ein Unternehmen mit mehrstufiger Fertigung diesen Marktanforderungen gerecht werden. Welche Schritte sind notwendig, um ein solches System einzuführen? Welche Vorteile bietet ein PPS-System basierend auf der 4-GL-Technik? Diese Fragen beantwortet Wolfgang Theihsen* in allgemeiner Form.

Das effiziente Projektteam wird idealerweise aus DV-Abteilung, Fachabteilung und einem externen, betriebsneutralen Berater gebildet. Besonders wichtig ist die Unterstützung und Beteiligung der Geschäftsleitung. Nur so können bei der Umsetzung der Ist-Aufnahme in ein Soll-Konzept auch die langfristigen Unternehmensziele eingebunden werden.

Mit der Einbindung der Fachabteilungen können von vornherein überflüssige Anwendungen ausgeschlossen werden. Denn die Praxis zeigt, daß die Abteilungen genau wissen welche Informationen nötig und wünschenswert sind.

Fachabteilung bei Planung unbedingt mit einbinden

Versäumnisse aus Zeitmangel führen in der Realisierungsphase leider allzuoft zu einem erheblichen Zusatzaufwand. Deshalb sollte schon bei der Planung Raum für solche Zusätze berücksichtigt werden. Auch sollten alle relevanten Abteilungen obwohl bei der Aufnahme des Ist-Zustandes als auch bei der Definition des Soll-Konzeptes beteiligt sein. Diese Analyse bildet die Basis für das Pflichtenheft und Wirtschaftlichkeitsrechnungen .

Aufbauend auf die Analyse kann entschieden werden, welches Softwarekonzept den höchsten Deckungsgrad erreicht, beziehungsweise welche Software die Realisierung in kürzester Zeit ermöglicht.

Eine PPS-Lösung in einer hochstehenden 4-GL-Sprache bietet erhebliche Vorteile bei der kostenintensiven Um- und Neuprogrammierung. Die Realisierung kann mit einem 4GL-Tool schrittweise erfolgen. Bei der Teilrealisierung mittels Prototyping überlappen sich Analysephase und Realisierung. Solch ein SW-Tool enthält normalerweise PPS-spezifische Befehle. Mit dieser prozedurfreien Sprache werden dann Anwendungen online mit dem User am Bildschirm bearbeitet. Die Beteiligung der zuständigen Fachabteilung führt zu einer hohen Akzeptanz. Denn sie hat die Möglichkeit "ihre Anwendung" aktiv mitzugestalten.

Durch den Einsatz von 4-GL-Softwarepaketen läßt sich ein weiterer Produktivitätsfortschritt erzielen. Die Pakete vereinen die Vorteile von Standardpaketen und 4-GL-Tools. Mittels der 4-GL-Möglichkeiten lassen sich die Standard-Screen-Layouts und die funktionalen Abläufe ohne großen Aufwand den Erfordernissen des Unternehmens anpassen. Der Punkt des "Return of Investment" wird so wesentlich früher erreicht.

Bei der immensen Komplexität eines PPS-Systems ist eine Teilimplementierung angebracht. Es empfiehlt sich, eine "gefühlvolle" Einführung in einer ausgewählten Fachabteilung. In dieser Phase können noch Verbesserungen an den Anwendungen vorgenommen werden. Erst wenn die Fachabteilung mit dem System zufrieden ist und alles "rund läuft", sollte die Gesamtimplementierung beginnen. Denn die Unterstützung einer zufriedenen Fachabteilung hat entscheidenden Einfluß auf den Erfolg des Projektes.

Ein PPS-System stellt häufig den Nukleus einer CIM-Gesamtlösung dar. Daher kommt den Schnittstellen besondere Bedeutung zu. Bei der Auswahl sollte hohes Gewicht sowohl auf die funktionalen als auch auf die Systemschnittstellen gelegt werden. Ein PPS-System muß in eine bereits bestehende DV-Lösung integrierbar sein und künftige Schnittstellen-Anforderungen berücksichtigen. In der Regel verfügt ein PPS-System über Schnittstellen zu den Bereichen Einkauf, Finanz- und Rechnungswesen, Kundenauftragsabwicklung, Vertrieb, Konstruktion (CAD/CAM) und BDE.

Wolfgang Theihsen ist Vertriebsleiter der Teamco TSI, Köln