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06.03.1998 - 

CeBIT '98 Messe-Rundgang

Schnittstellen zwischen Kunden und Unternehmen

06.03.1998

Die Analysten der Aberdeen Group aus Boston, Massachusetts, haben prognostiziert, daß der Markt für Front-Office-Tools in nächster Zeit seine positive Entwicklung beibehalten wird. Die starke Nachfrage haben auch die Software-Anbieter erkannt und einen Nachholbedarf bei ihren eigenen Lösungen ausgemacht. So sorgten SAP und Baan dadurch, daß sie sich bei Front-Office-Anbietern einkauften, für die Verstärkung ihrer Software-Suiten in diesem Bereich.

Front-Office ist nicht gleich Front-Office

SAP beteiligte sich im Dezember 1997 mit 50 Prozent am Mannheimer Softwarehaus Kiefer & Veittinger, Baan schluckte Aurum. Doch ist Front-Office nicht gleich Front-Office: Die "neuen" Customer-Interaction-Software-(CIS-)Werkzeuge, so Aberdeen, lassen sich in Programme zur Unterstützung von Vertrieb und Marketing, neudeutsch auch als Sales Force Automation (SFA) bezeichnet, sowie in Tools für das Kunden-Management unterteilen.

Die Kiefer & Veittinger GmbH, Mannheim, arbeitet unter der Ägide von SAP an einer verbesserten Integration ihrer Front-Office-Lösungen in die R/3-Welt. In Halle 4, Stand A31, läßt sich begutachten, was das Unternehmen zum Thema Technology Enabled Relationship Management (Term) anbietet. Dazu gehören der "Sales Manager" und der "Communications Manager", der es erlaubt, Daten aus der ERP-Anwendung auf den Laptop des Mitarbeiters zu laden und umgekehrt.

Neben der "Interactive Selling Solution" (ISS) zeigt die Baan-Tochter Aurum, Hannover, ihre Anwendungs-Suite "Aurum Customer Enterprise" (ACE) in der Version 7.1. Außerdem stellt das Unternehmen auf dem Baan-Stand D33/E43 in der Halle 3 neue Features der unternehmensweiten Vertriebssoftware "Sales Trak" vor.

Mit der Clarify GmbH, München, kommt ein Anbieter nach Hannover, der die vollständige Palette an Front-Office-Tools vorweisen kann. Unter der "Clear"-Suite sammeln sich in Halle 4, Stand A52, diverse Applikationen für Call-Center, Vertrieb, Telemarketing und -sales, Helpdesk, Logistik und Qualitäts-Management. Als Neuheit stellt Clarify jetzt die Version 2.0 seiner Anwendung "Clear Callcenter" vor. Im Mittelpunkt stehen die Sammlung, Auswertung und Verteilung von Kundendaten des gesamten Unternehmens. Durch erweiterte Scripting-Funktionen und verbesserte Möglichkeiten bei der Nachbearbeitung von Kundenkontakten sollen sich lukrative Geschäftsbeziehungen etablieren lassen.

Die CIS-Lösung "Applix Enterprise 7.0" der Münchner Applix GmbH wird in Halle 5, Stand D03, präsentiert. Alle relevan- ten Informationen über Kunden und Produkte sammelt die Software in einem gemeinsamen Datenpool.

Mit "Crystal Reports Pro" von Seagate stehen verschiedene Möglichkeiten der Auswertung zur Verfügung. Daneben ist die hauseigene Olap-Engine "TM1" integrierbar. Speziell für Führungskräfte bildet das "Executive Information Center" eine Art Leitstand für das Management, um jederzeit über das Geschehen in der Vertriebs- und Serviceabteilung informiert zu sein.

Auf dem Stand E16 in Halle 20 der Nürnberger Evosoft GmbH findet sich die Client-Server-Suite "Scopus Enterprise" der Scopus Technology GmbH. Die auf der Distributed-Component-Architektur (DCA) basierende Web-fähige Lösung unterstützt in der neuen Serie 5 laut Anbieter das Konzept des "Universal Client" für heterogene Systemlandschaften. Das komplette Paket setzt sich aus den Modulen "Salesteam", "Serviceteam", "Qualityteam", "Supportteam" und "Voyager" zusammen. Außerdem bietet Scopus spezielle Lösungen für den Finanzsektor und die TK-Branche an.

Die Siebel Systems Deutschland GmbH, München, ist durch die Kooperation mit der Siemens-Nixdorf AG auch auf deren Stand 5e2 in Halle 1 angesiedelt. Und da ihre runderneuerten Produkte noch im ersten Quartal 1998 unter dem Namen "Siebel 98" auf den Markt gelangen sollen, unterstützt die neue 32-Bit-Suite folglich Windows 95 und NT. Die Benutzeroberfläche ist wie das "Look and feel" des "Internet Explorer 4.0" von Microsoft aufgebaut. Siebel 98 vereint Tools für Vertrieb, Marketing und Service.

Auch der Datenbankanbieter Oracle, München, stellt Anwendungen für das Front-Office vor. Dazu zeigt das Unternehmen in Halle 1, Stand 6a2, die Features einer neuen Produktfamilie. Jedes der drei Module für Vertrieb und Marketing, Provision sowie Service unterstützt Fremdwährungen, ist international ausgelegt und branchenneutral einsetzbar. Neben den herkömmlichen Client-Server-Versionen ist die Vertriebsvariante auch für den mobilen Einsatz erhältlich. Die Integration von Call-Center-Funktionen hat Oracle für nachfolgende Releases in Aussicht gestellt.

Lösungen für Vertrieb und Marketing

Eine Weiterentwicklung ihres Vertriebsinformationssystems "Sales 2000" präsentiert die CAS Computer Anwendungs- und Systemberatung GmbH. Das Unternehmen aus Pirmasens zeigt in Halle 4, Stand B42, wie sich Vertriebs- und Marktdaten durch ein integriertes geografisches Informationssystem mittels digitaler Landkarten darstellen lassen. Speziell für R/3-Anwender wurde der Produktkonfigurator "SCE" von SAP in Sales 2000 integriert. Er unterstützt beispielsweise die Erstellung komplexer Angebote im Bereich Maschinen- und Anlagenbau.

Von der Update Marketing GmbH, Wiesbaden, stammt das SFA-System "Marketing Manager". In Halle 4, Stand A52, zeigt das Unternehmen erstmals die Version 4.0, die bezüglich der Internet-Anbindung erweitert wurde und einige zusätzliche Workflow-Features erhielt. Außendienstmitarbeiter können jetzt über das Internet via Web-Browser auf die Kundendatenbank zugreifen. Ferner hat Update den Marketing Manager mit einer vorkonfigurierten Schnittstelle zu R/3 ausgestattet. Und für die Integration in die Microsoft-Welt bietet die Software eine automatische Synchronisation mit den Daten aus Microsofts "Outlook".

Ebenfalls auf R/3 setzt die Orbis GmbH, Saarbrücken. In Halle 4, Stand B22, zeigt der Anbieter sein Marketing- und Informationssystem "Orvis S/3 5.1", das über eine relationale Datenbank die Vertriebsorganisation des Anwenderunternehmens abbildet. Neu sind die Module "Prozeß-Manager" und "Sales Cockpit". Kernfunktionen des Systems lassen sich laut Anbieter auch über Inter- und Intranet verwenden. Die Orbis Open Component Technology dient als Interface zum Austausch von Daten mit externen Anwendungen. Dazu zählen beispielsweise Call-Center, Produktkonfiguratoren oder Mail- und Messaging-Anwendungen.

Die Münchner TPS Labs AG hat die "TPS Online Suite" mit einer neuen Benutzeroberfläche versehen und um Computer-Telefony-Integration-(CTI-), Analyse- sowie Datenimportfunktionen erweitert. Der Anbieter demonstriert unter anderem auf dem Sybase-Stand C10 in Halle 3 die neue Internet-Fähigkeit der aktuellen Version 4.3. Mit den Basismodulen von TPS Online können die Stammdaten von Kunden, Partnern, Märkten und Wettbewerbern verwaltet werden. Abgerundet wird das Angebot durch Assistenten- und Professionals-Module.

Der Customer-Service-Spezialist Vantive präsentiert in Halle 3, Stand C57, "Vantive Enterprise 7", eine integrierte Front-Office-Lösung. Anwenderunternehmen können damit laut Hersteller die Aufgaben von Vertrieb und Marketing, Service sowie Support unternehmensweit unterstützen. Kundendaten sollen dazu allen Mitarbeitern zur Verfügung stehen, um Kunden langfristig an das Unternehmen zu binden. Enterprise 7 ist modular aufgebaut und umfaßt die Bausteine "Sales", "Field Service", "Support" und "Help Desk". Die einzelnen Module sollen auch separat einsetzbar sein.

Am Beispiel der Versicherungsbranche zeigt die Münchner Point Informations Systems GmbH zusammen mit ihren Partnern Siemens- Nixdorf Business Services sowie der Siemens AG in der Halle 1 auf dem Stand 5f2 und der Halle 14, Stand H14, integrierte Lösungen zur Kundenpflege. Als Front-Office-Tool wird dabei die Software "Teampoint 2.5" eingesetzt. Weitere Schwerpunkte der Präsentation liegen zum einen auf dem Internet als neuem Vertriebskanal, zum anderen sollen Möglichkeiten für die Integration von Telearbeitern in die betrieblichen Abläufe dargelegt werden. Teampoint 2.5 unterstützt die Anbindung mobiler Mitarbeiter.

Das Regensburger Softwarehaus Data Systems hat die "Marketing Line" nach Hannover gebracht. In Halle 2, Stand B28, will das Oberpfälzer Unternehmen zeigen, wie sich die Software auch für die Errichtung eines Call-Centers verwenden läßt. Die Marketing- und Vertriebsapplikation kann entweder als Einzelplatzversion oder im Client-Server-Umfeld eingesetzt werden. Ferner bietet sich für Anwender der "Office-Line"-Software von KHK die Möglichkeit, das Tool als ergänzende Lösung zu verwenden. Marketing Line kann direkt auf die KHK-Stammdaten zugreifen. Zusatzmodule, beispielsweise für die Versandkostenberechnung, sind optional erhältlich.

Mit dem Ziel, sämtliche Vertriebs- und Servicekanäle zu unterstützen, hat sich auch Hewlett-Packard in das Rennen um die Kundenpflege eingeschaltet. Gemeinsam mit SAS Institute und Prime Response wollen die Böblinger in Halle 1, Stand 7i2/K1, eine neue Customer-Relationship-Management-(CRM-)Solution präsentieren. Während SAS für die Data-Warehouse-Technik zuständig ist, liefert Prime Response das Marketing-Tool "Prime Vantage". HP selbst will als Systemintegrator auftreten.

Mentor betreut Bankkunden

Ein Kundenbetreuungssystem für den Einsatz in Banken bietet die Heyde + Partner GmbH in Halle 18, Stand 24, an. Die Multikanalplattform "Mentor II" wurde im Bereich der Firmenkundenbetreuung erweitert und erlaubt nach Herstellerangaben eine verbesserte Verwaltung der Kundenportfolios. Neue Terminkalender- und Planungs-Tools unterstützen den Mitarbeiter bei der Einteilung seiner Arbeitszeit. Ferner wurden zusätzliche Vertriebskanäle sowie eine flexible Partner- und Produktdatenmodellierung integriert.

Für den Zugriff von Außendienstmitarbeitern auf Kundendatenbanken stellt die Hanauer Grutzeck-Software GmbH auf der CeBIT ´98 das Tool "AG-VIP" vor. Neben den relevanten Informationen und der Kontakthistorie können Dokumente und Dateien aufgerufen werden, die mit dem Kundenprofil verknüpft sind. Laut Anbieter lassen sich über 100 Felder vom Benutzer frei definieren. Der Datenabgleich mit der Zentrale funktioniert via E-Mail, Filetransfer oder die direkte Einwahl in das Firmennetz. Der Messestand D60 von Grutzeck befindet sich in Halle 4.

Anwender des Management-Frameworks "TME 10" von Tivoli Systems kommen in Halle 2 am IBM-Stand auf ihre Kosten, wenn sie auf der Suche nach Helpdesk-Systemen sind. Dort zeigen die Firmen Remedy und Peregrine Systems die Integration ihrer Produkte in TME 10. Peregrines "Service Center" beispielsweise steuert neben den Helpdesk-Aktivitäten sowie der Behandlung von Problemen auch das Inventory-, Change-, Order- und Financial-Management, so der Anbieter.