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28.10.1994

Schoene neue (Medien)welt

Keine fuenf Jahre ist es alt, besser gesagt: jung, und schon dabei, seine akademische Unschuld zu verlieren. Das Internet, bislang eher ein pubertaeres Spielzeug fuer die Hochschulen, wird erwachsen und reifer. In einem ersten Schritt eroberte sich der Juengling dank WWW bereits die Gunst der Windows-verwoehnten PC-Generation - begleitet von den Protestrufen der Hochschul-User, die den Zoegling nicht aus ihrer Obhut in die rauhe Welt des Kommerzes entlassen wollten.

Doch waehrend sich die Hochschulgemeinde darueber noch aergert, setzt das Netz bereits zur naechsten Stufe des Erwachsenwerdens an: Das Internet entdeckt die Audio- und Videouebertragung fuer sich. Eine Entwicklung, die fuer den Heranwachsenden zur ernsten Gefahr werden koennte. Dieweil man in den Chefetagen von Siemens oder IBM, um nur zwei Beispiele zu nennen, mit dem Netz nur wenig anfangen kann - ausser, dass man es als besseren File-Server fuer Updates verwendet, droht der so auf ihre Unabhaengigkeit bedachten Internet-Gemeinde von einer ganz anderen Seite Gefahr. Die grossen Medienkonzerne entdecken das Netz fuer sich und wollen an den Medieninhalten des naechsten Jahrtausends definierend mitwirken.

Zwar ist momentan noch "The medium the message" - sprich: die Themen, die via Internet diskutiert werden, betreffen meist das Netz selbst - doch bereits die Newsnet-Groups zeigen, dass sich hier eine vehemente Dynamik hin zu anderen Inhalten entwickelt. Dabei ist das Netz erst am Anfang seiner Neuorientierung, denn sollte sich der bei den Muenchner Medientagen kreiierte Leo-Trend (Link everything online) bestaetigen, dann werden wir in Netzen wie dem Internet einen Medienmix erleben, der die Welt aehnlich revolutionierend umgestaltet wie der Buchdruck im 15. Jahrhundert.