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24.10.2003 - 

Das Projektvolumen beläuft sich auf 75 Millionen Euro

Schott Glas und Carl Zeiss lagern an HP aus

24.10.2003
MÜNCHEN (jha) - Hewlett-Packard (HP) übernimmt im Rahmen eines Outsourcing-Vertrags das gemeinschaftlich von der Carl Zeiss Gruppe und dem Schott Konzern genutzte Rechenzentrum in Jena. Das auf sieben Jahre angelegte Projekt hat ein Volumen von 75 Millionen Euro.

Die bisherige IT-Abteilung, die organisatorisch an dem Schott-Konzern angegliedert war und Leistungen für beide Schwesterunternehmen lieferte, versorgte an 100 Standorten weltweit rund 16000 Mitarbeiter. Dazu betrieb sie 220 Server, darunter 75 SAP-Systeme. Im Zuge des bereits zum 1. Oktober erfolgten Betriebsübergangs wechseln 59 IT-Mitarbeiter unter das HP-Dach. Für sie besteht offenbar eine Art Standortgarantie, denn Jörg Menno Harms, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hewlett-Packard GmbH, Böblingen, kündigte an: "Wir werden die Betriebsstätte in Jena ausbauen, indem wir weitere Unternehmen in Ostdeutschland finden, die sich diesem Serviceverbund anschließen."

Alles andere wird sich aber ändern. So laufen derzeit noch drei Mainframes im Rechenzentrum, sie sollen im ersten Schritt auf nur noch eine Maschine reduziert und später von einer Client-Server-Installation abgelöst werden. Auf dem Prüfstand stehen auch drei Helpdesks, hier strebt HP eine zentrale und standardisierte Anlaufstelle für Anwender an. Als einheitliches und konzernweites Mail- und Groupware-System ist Lotus Notes vorgesehen.

HP verspricht seinen beiden Kunden einen Rückgang der IT-Kosten im einstelligen Prozentbereich pro Jahr. Allerdings waren Spareffekte nicht die Hauptmotivation für die Schwesterkonzerne Schott Glas und Carl Zeiss, ihre IT auszulagern. Im Rahmen der bereits vor drei Jahren definierten Strategie "Vision 2010" reifte die Erkenntnis, dass die IT selbst in einem Hochtechnologie-Konzern nicht zur Kernkompetenz zählt. Ausgenommen sind zunächst die SAP-Anwendungen etwa für die Logistik und Qualitätssicherung, sowie technische Applikationen unter anderem für Simulationen. Karl-Peter Merz, Mitglied des Vorstands bei Schott, Mainz, kündigte allerdings an: "Im Vertrag ist der Rechenzentrumsbetrieb geregelt. Über weitere Stufen müssen und werden wir uns unterhalten. Wir haben den ersten Schritt getan und müssen uns davon zunächst einmal erholen."