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28.03.1978 - 

Spekulationen um IBM und Siemens-Neuankündigungen

Schreibtisch-Jumbos

Nicht nur IBM-Vertriebsbeauftragte lassen - ganz inoffiziell - ihren Kunden erste, noch geheime Details über die Nachfolge-Serie für die Rechner der Größenklasse System 3 bis 370/138 wissen (E-Serie, siehe CW 52/77 vom 16. 12. 77). Auch der Siemens-Vertrieb wurde bereits über die Münchener-Ablöse-Generation für die Mittelklasse geschult So verdichten sich die Gerüchte über die kommenden Schreibtisch-Jumbos:

Der spektakuläre Hardware-Preisverfall durch Höchstintegration hatte bisher ja vor allem bei den ganz großen Maschinen und bei den Mini-Computern seine Auswirkungen. Jetzt aber sollen zum Preis der bisherigen Mittelklasse-Rechner Nachfolge-Maschinen kommen, die die vierfache Rechnerleistung in Schreibtischformat-Größe bieten werden; selbstverständlich als Dialog-Zentralen für umfangreiche Terminal-Netze. Für die US-Intern als "Pazific" geführte neue IBM Serie sollen Megabyte-Hauptspeicherstufen üblich sein, virtuelle Betriebssysteme mit CMS (Conversational Monitoring System) sollen über bestehende DOS-Systemsoftware gelagert werden. Ganz ähnliche Geheim-Informationen über die kommenden Neuankündigungen kursieren in Siemens-Kundenkreisen. Die Nachfolge-Systeme für die untere 7000 Serie sollen ohne Klimaanlagen und bedienerlos arbeiten. Für die System-Schulung ist ein programmierter Dialog mit dem Rechner selbst vorgesehen.

Voraussetzung für diese Entwicklungen zum Schreibtisch-Jumbo ist natürlich die fortschreitende Mikrominiaturisierung der Schalt- und Speicherelemente. Und hier hat Siemens vor IBM heute einen Vorsprung. Während in der 7760 bereits 12 K-Bit-Chips verwendet werden, arbeiten die 30er Systeme noch mit 2 K-Bit-Chips.

Es ist nicht ausgeschlossen, daß diesmal die Siemens-Ankündigungen früher kommen als die entsprechenden IBM-Produkte die bisher immer erst kopiert werden mußten.