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29.11.1996 - 

Entwicklung in acht Phasen

Schritt für Schritt entsteht ein Data-Warehouse-System

Statt im großen Entwurf universelle Lösungen zu schaffen, die sämtliche Daten und Auswertungsalternativen umfassen, setzen die Architekten auf verteiltes Arbeiten, bei dem es möglich wird, nach und nach Funktionen dazuzufügen. Laut Gillet sehen die Entwicklungsphasen wie folgt aus:

1. Zunächst geht es darum, das ideale Datenkonstrukt fürs Geschäft zu finden. Gillet erläutert, ein Data-Warehouse-Projekt beginne häufig mit einem Aha-Erlebnis. Die Anwender stellen sich vor, wie die idealen Informationen aussehen müssen, damit sie optimale Unterstützung ihrer Geschäftstätigkeit bieten.

2. Um die Vision Realität werden zu lassen, sind anschließend die benötigten Datenelemente und Datenmodelle zu identifizieren. Die Entwickler müssen bereits im vorhinein für die Qualität der Daten sorgen. Dazu gehört das Aufspüren sich widersprechender Definitionen von ähnlichen Datenelementen, die aus den verschiedenen Datenquellen stammen.

3. Im nächsten Schritt sind die einzelnen Datenquellen daraufhin zu untersuchen, in welcher Form die notwendigen Datenelemente in ein Data-Warehouse-System überführt werden können. Dabei sollten die Entwickler darauf achten, inwieweit sich die Daten extrahieren, transformieren, transportieren und laden lassen.

4. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollen die Projektressourcen und -risiken, aber auch die Chancen erwogen werden. Die Projektteilverantwortlichen müssen nun entscheiden, welche Dimension das Data-Warehouse annehmen soll. Ist es gedacht als Wegwerfprodukt für eine singuläre Lösung, oder muß das Sy-stem ausbaufähig sein, weil es für einen langen Gebrauch bestimmt ist?

5. Jetzt erst beginnt das Unternehmen, die Warehouse-Architektur zu bauen, benutzerfreundlich auszukleiden und Fehlerquellen auszuschalten.

Die Entwickler sollten dabei im Hinterkopf behalten, daß Anwender unausweichlich jede Ungereimtheit entdecken - angefangen von Transformationsfehlern bis hin zu Leistungsschwankungen.

6. Das Überprüfen der Qualität und der Definitionen von Datenelementen aus dem Data-Warehouse führt Gillet als eigenen Punkt an. Es sei geradezu existentiell, solche Fehlerquellen in einem frühen Projektstadium ausfindig zu machen. Ansonsten steht zu fürchten, daß die Anwender jeden Fehler in ihrer Applikation finden.

7. Ist diese Phase abgeschlossen, sollte das Warehouse implementiert werden. Dazu merkt Gillet an: Das System wird sich geradezu zwangsläufig weiterentwickeln. Haben sich die Anwender erst einmal an den neuen Umgang mit Daten gewöhnt, ist mit einem weiteren Aha-Erlebnis zu rechen. Die Benutzer entdecken zuvor ungeahnte Möglichkeiten, wie sie ein Data-Warehouse einsetzen können.

8. Nun können die Architekten überlegen, auf welche Weise sich das Data-Warehouse am besten weiterentwickeln läßt. Wie sind die vorhandenen Strukturen dafür nutzbar, und welche neuen Geschäftsfelder sollen mit der Erweiterung abgedeckt werden? An dieser Stelle beginnt der Entwicklungszirkel von vorne.