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02.03.2007

Schritt für Schritt zum Privatkunden

Der chinesische Hersteller Lenovo wird bereits in den nächsten Wochen in Deutschland erstmals Consumer-PCs auf den Markt bringen. Aufsehen werden die vergleichsweise günstigen Geräte wohl nicht erregen.

Von Alexander Roth

Lenovo wird speziell auf Privatkunden zugeschnittene Rechner auf den Markt bringen. Die neue Produktreihe mit dem Namen "3000 K" besteht aus vier Desktop-PCs und soll spätestens ab April 2007 über den deutschen und österreichischen Channel ausgeliefert werden.

Damit beendet der Hersteller, der vor rund zwei Jahren die PC-Sparte von IBM übernommen hatte und im asiatischen Markt mit seiner Consumer-Produkten bereits große Erfolge erzielte, die Gerüchte um den Zeitpunkt des Einstiegs in das Privatkundengeschäft in Europa.

Deutschland und Österreich sind die ersten Länder in Europa, in denen die Rechner erhältlich sein werden. Marc Fischer, der das hiesige Geschäft des Herstellers verantwortet, kündigte zur Präsentation der neuen Produktreihe in München an, die neuen Rechner nur über den Fachhandel und ausgewählte Online-Shops vertreiben zu wollen. Retail und Großhandelsketten will Fischer vorerst nicht beliefern.

Nur handelsübliche Grafik-Ausstattung

"Im Rechnermarkt überwiegt mittlerweile das Geschäft mit den Privatanwendern", sagte Fischer. Diesem wolle sich Lenovo nun "Schritt für Schritt" nähern. Eine besondere Rolle komme dabei den rund 50 "Lenovo-Stores" zu, die der Hersteller derzeit in Deutschland bereits beliefert. Bis zum Jahresende will Fischer etwa 50 weitere dieser stationären Shops, die vorwiegend von Systemhäusern betrieben werden, aufbauen.

Fraglich ist indes, ob Lenovo mit der neuen Serie Aufsehen am Markt erregen wird. Das äußere Erscheinungsbild der Rechner wirkt inklusive der mitgelieferten Boxen auf den ersten Blick zwar schick, doch unter der Haube weisen die PCs bis auf das High-End-Modell nur die handelsübliche Ausstattung in Sachen Leistung und Grafik aus.

Lenovos High-End-Modell für unter 1.300 Euro

Auffallend ist ein großer Drehknopf an allen Geräten, der die Rechnerleistung sowie den jeweiligen Stromverbrauch regulieren kann und so die Geräte besonders umweltfreundlich machen soll.

Auf der Homepage von Lenovo finden sich bereits die empfohlenen Preise, die ein reelles Preis-Leistungs-Verhältnis annehmen lassen. Aus der Reihe fällt nur das High-End-Modell der K-Serie, der "K100 Tower P122BGE", der sich dank seiner leistungsstarken Ausstattung inklusive einer Nvidia-Grafikkarte und einem verhältnismäßig günstigen Preis (empfohlener Nettopreis: rund 1.270 Euro) bei Gamern einen Namen machen könnte.

Fischer betonte, mit der K-Serie auch kleinere Geschäftskunden wie Selbstständige oder Gewerbetreibende adressieren zu wollen. Mit welchen Stückzahlen sein Unternehmen in die Produktion gegangen ist und welche Marktanteile er sich in den nächsten Quartalen verspricht, war von ihm allerdings nicht zu erfahren. Auch zu den Gerüchten, Lenovo plane derzeit einen weltweiten Stellenabbau, war keine Stellungnahme zu erhalten.

Gefragt nach den konkreten Plänen für das kommende Geschäftsjahr kündigte Fischer an, dass Lenovo sowohl die Vertriebswege als auch das Portfolio "Schritt für Schritt" massiv erweitern wolle. Dabei schließe er auch einen Einstieg in die Consumer-Märkte nicht aus.