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15.03.2002 - 

US-Einheit wird integriert

Schrittweise absorbiert Fujitsu Amdahl

MÜNCHEN (CW) - Der japanische Computerkonzern Fujitsu gliedert seine Tochter Amdahl IT Services in die eigene Dienstleistungsorganisation ein. Die Integration der letzten Überreste des einstigen IBM-Herausforderers in den Geschäftsbereich Fujitsu Technology Solutions gilt nur für die USA. In Europa und Kanada soll Amdahl weiterhin eigenständig am Markt agieren können.

Der japanische Computerriese möchte im US-amerikanischen Servicegeschäft unter einheitlichem Namen auftreten. Mit der Integration von Amdahl wertet die Konzernzentrale die eigene Dienstleistungseinheit deutlich auf, denn bislang kümmerte sich Fujitsu Technology Solutions (FTS) vornehmlich um Services rund um die "Primepower"- und "Primergy"-Server. Amdahl ergänzt das Portfolio nun um Betriebsdienste für Großrechner- und Unix-Systeme sowie IT-Integrations und -Migrationsservices.

Insbesondere dürften die langjährigen Erfahrungen Amdahls im Mainframe- und Server-Geschäft Begehrlichkeiten geweckt haben. FTS hat künftig Zugriff auf die von Amdahl entwickelte Supportmethode "Adaptive Integration". Dahinter verbirgt sich ein bewährtes Phasenmodell für IT-Infrastruktur-Projekte sowie für den Betrieb und die Wartung. Bislang konnte FTS das Verfahren nur nutzen, wenn man Amdahl als Subunternehmen ins Boot holte. Zur Entscheidung dürfte auch geführt haben, dass die Konsolidierung FTS den Zugang zu neuen Hardwareplattformen einräumt. Neben Betriebsleistungen und Service für Amdahl-Großrechner kann FTS künftig auch Sun-Server sowie Speicherlösungen von EMC verkaufen und intergrieren.

Von der Umstrukturierung sind rund 2000 Mitarbeiter in den USA betroffen. Die neu formierte Geschäftseinheit kann für das Jahr 2001 auf Einnahmen von 400 Millionen Dollar verweisen und rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatzplus von zehn Prozent. Sitz des konsolidierten Unternehmens wird Sunnyvale, Kalifornien, die traditionelle Zentrale von Amdahl, sein. Dort startete Gene Amdahl 1970 die Entwicklung des ersten eigenen Großrechners "470/V6". In diesem Monat läuft, wie bereits im Oktober 2000 angekündigt, die Großrechnerproduktion endgültig aus. (jha)

Abb: Das Modell "Adaptive Integration"

In den USA hat Fujitsu nun direkten Zugriff auf das von Amdahl entwickelte Datenmodell für IT-Infrastruktur-Projekte. Quelle: Amdahl Corporation