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17.03.2000 - 

Industrie will 60 000 Ausbildungsplätze schaffen

Schröder bewilligt 20000 Green Cards

BERLIN (CW) - Bundeskanzler Gerhard Schröder möchte möglichst rasch 20000 ausländische Computerexperten nach Deutschland holen, um den Mangel an einheimischen Fachkräften auszugleichen. Die entsprechenden Verordnungen sollen in den nächsten drei bis vier Monaten in Kraft treten.

Den Aufenthalt will der Kanzler auf maximal fünf Jahre begrenzen. Schröder kündigte ferner an, dass die Bundesanstalt für Arbeit jetzt jährlich 1,2 Milliarden Mark zur Aus- und Weiterbildung von Menschen in der Informationstechnologie zur Verfügung stellen soll - 200 Millionen Mark mehr als zuvor. Außerdem habe sich die Wirtschaft bereit erklärt, bis Ende 2003 die derzeit 30000 IT-Ausbildungsplätze zu verdoppeln.

Bildungsministerin Edelgard Bulmahn hatte zuvor die Begrenzung der geplanten Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Computerspezia-listen in Deutschland auf drei bis fünf Jahre verteidigt. Im Deutschlandfunk sagte sie, die Spitzenkräfte sollten keinesfalls abgeschoben werden.

DGB-Vize Ursula Engelen-Kefer forderte Schröder auf, Unternehmen dazu zu drängen, mehr für die Aus- und Weiterbildung der IT-Fachkräfte zu tun. Sie wies darauf hin, dass derzeit bei den Arbeitsämtern 37000 IT-Spezialisten und 56000 Ingenieure arbeitslos gemeldet seien. Zuallererst müsse geprüft werden, ob nicht mit diesen Kräften ein Teil der offenen Stellen im IT-Sektor besetzt werden könne. Die FDP nannte die Pläne "Flickschusterei". Deutschland brauche die "besten Köpfe der Welt", um im internationalen Wettbewerb zu bestehen, sagte Generalsekretär Guido Westerwelle.