Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

19.05.2000 - 

Produktionsweise stark verändert

Schuhhersteller Lloyd hat die Lieferbereitschaft verdoppelt

MÜNCHEN (CW) - Dank einer softwaregestützten Absatzplanung hat die Lloyd Schuhfabrik Meyer & Co. GmbH mit Sitz in Sulingen bei Bremen die Umstellung von überwiegend kundenbezogener auf weitgehende Lagerfertigung geschafft, ohne dabei ihre Lieferfähigkeit einzubüßen.

In den vergangenen vier Jahren konnte Lloyd seine Lieferbereitschaft sogar von 45 Prozent auf 85 Prozent erhöhen, berichtete ein Unternehmensvertreter auf einem Anwendertreffen, bei dem die Absatzplanungssoftware "A3" der TIA Unternehmensberatung, Olching bei München, im Mittelpunkt stand. Noch für dieses Jahr peilt der Schuhhersteller die Marke von 90 Prozent an. Im Durchschnitt liegt die Lieferbereitschaft der Schuhbranche bei 50 Prozent.

Lloyd hat in den vergangenen Jahren seine Produktionsweise grundlegend verändert: Wurden 1989 noch 65 Prozent des Produktionsvolumens auf Kundenanfrage gefertigt, so waren es 1999 nur noch 15 Prozent. Auf diese Weise will Lloyd in der Lage sein, komplette Sortimente auszuliefern und Bestseller schneller nachzureichen.

Damit die Lagerfertigung von neuen Modellen nicht automatisch hohe Bestände und damit eine große Menge gebundenen Kapitals nach sich zieht, ist eine funktionierende Absatzplanung unerlässlich. Nur wenn das Unternehmen auf die Trends im Handel kurzfristig reagieren kann, zahlt sich die Produktionsumstellung aus.

Mit A3 erkennt Lloyd eigenen Angaben zufolge früher, wie eine neue Kollektion im Markt ankommt und einzelne Kundengruppen reagieren. Die Absatzverläufe lassen sich auch für einzelne Artikel kontrollieren und vorhersagen. Auf diese Weise hat der Schuhhersteller gemerkt, dass manche Produkte viel gefragter sind als angenommen.