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06.07.1984 - 

Arbeitskammer will gesetzliche Regelung:

Schutz des Bürgers bei Btx-Dienst

WIEN (apa) - In der Diskussion um Btx in Österreich erhebt nun die Arbeiterkammer (AK) die Forderung nach einer entsprechenden gesetzlichen Regelung des neuen Bildschirmdienstes. Nachteilige Folgen werden vor allem auf den Gebieten des Konsumenten- und Datenschutzes, der Rationalisierung und der Heimarbeit erwartet.

Dem Konsumenten entstehen laut AK Nachteile, wenn er mittels Btx Waren bestellt und bezahlt, die er noch nie gesehen hat und für deren Bestellung er keinen Beleg erhält. Durch die Schnelligkeit des Bestellvorgangs bestünde daher die Gefahr der Überrumpelung. Die Arbeitskammer fordert daher, daß die Ware innerhalb von 14 Tagen zurückgegeben werden kann.

Die Arbeiterkammer befürchtet im Zusammenhang mit dem Datenschutz eine vermehrte Erfassung und Aufzeichnung persönlicher Verhältnisse und tritt dafür ein, daß durch technische Vorkehrungen und gesetzliche Vorschriften der Konsument weitgehend anonym bleibt.

Weiterhin sollen nach Ansicht der AK Bankgeschäfte mittels Btx erst abgewickelt werden, wenn ein Rationalisierungsschutz-Kollektivvertrag vorliegt.

Bei Heimarbeit hegt die Arbeiterkammer die Befürchtung, daß von Arbeitgeberseite in Frage gestellt wird, ob überhaupt ein Arbeitsvertrag vorliegt. Ferner ginge den Heimangestellten die Möglichkeit verloren, sich zu organisieren. Diese Probleme sollten nach Ansicht der AK durch ein eigenes Heimarbeitergesetz gelöst werden.

Informationen: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien, 1040 Wien, Prinz-Eugen-Straße 20-22, Tel.: 02 22/65 37 65.