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19.06.1998 - 

Problem 2000/Kommentar

Schwach anfangen, stark nachlassen?

Bei der überwiegenden Mehrheit der CW-Leser laufen Jahr-2000-Projekte. Die Einschätzungen derer, die sich mit den Jahreszahlen herumschlagen, sind meist skeptisch. "Viel zu spät angefangen" oder "nicht genug Leute für die Aufgabe" lauten häufige Klagen. Sicher, die inzwischen ziemlich mächtigen Umstellungs-Tools haben Wirkung gezeigt. Aber auch ihre Grenzen. Befürchtungen, daß es doch noch sehr eng werden könnte, sind immer wieder zu hören. Neben dem allenthalben spürbaren Personalmangel werden vor allem zwei Probleme oft genannt: PCs und Softwaretests

Beim ersten Thema scheint niemand so recht zu wissen, wie man den PC-Bestand mit der nötigen Gründlichkeit durchforsten und nach einer Umstellung auf Dauer problemfrei halten kann. Angesichts der Selbständigkeit der Anwender in den Abteilungen sind zentrale Aktionen oder Diktate utopisch. Es bleibt wohl nichts anderes übrig, als die "Undercover-Supporter" auf den Fluren mit in die Umstellungsarbeit einzubeziehen.

In puncto Tests und Nachbearbeitungen sieht es ganz düster aus. Natürlich weiß jeder von der Notwendigkeit. Allen schwant, daß da noch "ein dickes Ende" kommt. Etliche ahnen, daß sie für die Tests viel zu wenig Zeit eingeplant haben, aber mehr haben sie nun einmal nicht. Im Zweifel, so eine nicht seltene Meinung, sei es wichtiger, ein paar Applikationen mehr umgestellt zu haben - ansonsten müsse eben Fortuna helfen.

Diese Haltung ist gefährlich, es steht nicht weniger auf dem Spiel als die Existenz von Unternehmen. Das Testen ist unverzichtbar. Schwach angefangen zu haben ist kein Grund, jetzt stark nachlassen zu dürfen. Wenn es nicht mehr für alles reicht, funktioniert nur noch ein Prinzip: Alles, was nicht wirklich überlebenswichtig ist, ist bis auf weiteres ganz und gar nicht wichtig.