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200 Mitarbeiter müssen gehen


02.05.2003 - 

Schwacher Auftakt für Peoplesoft

MÜNCHEN (CW) - Peoplesoft startete wenig erfreulich in das neue Geschäftsjahr. Für das erste Quartal weist der Softwarehersteller einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn aus - und reagiert mit der Kündigung von 200 Mitarbeitern.

So schnell kann sich das Blatt wenden: "Peoplesoft hat für das Jahr 2003 außergewöhnlich hohe Erfolgschancen, und das unabhängig vom wirtschaftlichen Klima", hatte sich Peoplesoft-Chef Craig Conway noch im Januar weit aus dem Fenster gelehnt. Zu weit, denn nun ruderte er wieder zurück. Die Stärke im vierten Quartal 2002 habe sich doch nicht fortsetzen lassen, meinte Conway, vor allem wegen des schwierigen wirtschaftlichen Klimas. Die Konjunkturlage blieb wegen des Angriffs gegen den Irak unsicher, entsprechend lustlos investierten die Kunden.

Für den SAP-Konkurrenten führte dies zu einem um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunkenen Umsatz von 460 Millionen Dollar. Der Gewinn fiel von 44,5 Millionen Dollar im ersten Quartal 2002 auf nun 38 Millionen Dollar.

Zurückzuführen ist dies auf das Geschäft mit Softwarelizenzen, wo die Einnahmen von rund 133 Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf 80,8 Millionen Dollar einbrachen. Dagegen konnte Peoplesoft seine Einnahmen aus Service und Wartung im Vergleich zum vergangenen Jahr um mehr als 30 Millionen Dollar auf insgesamt knapp 380 Millionen Dollar steigern. Gleichzeitig senkte der Konzern die Ausgaben in sämtlichen Bereichen außer in der Produktentwicklung sowie bei der Verwaltung.

Dort wird nun weiter an der Kostenschraube gedreht. Peoplesoft kündigte an, 200 Stellen im Verwaltungs- und Supportbereich zu streichen sowie ein Büro in Santa Clara, Kalifornien, zu schließen. Von diesen Maßnahmen verspricht sich das Unternehmen, das Ende März noch rund 8100 Mitarbeiter beschäftigte, Einsparungen von rund einer Million Dollar.

Die Hoffnung auf eine rasche Erholung hat Peoplesoft mittlerweile begraben. Finanzchef Kevin Parker erwartet für 2003 Einnahmen aus Softwarelizenzen zwischen 385 und 400 Millionen Dollar nach 530 Millionen Dollar im Vorjahr. (rs)