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28.07.2000 - 

Umsatz im zweiten Quartal rückläufig

Schwaches Geschäft mit PCs und Festplatten trübt IBM-Bilanz

MÜNCHEN (CW/IDG) - Mit einem durchwachsenen Ergebnis schloss IBM das zweite Quartal 2000 ab. Big Blue konnte zwar die Gewinnerwartungen der Analysten übertreffen, musste aber vor allem aufgrund eines flauen PC-Geschäfts einen Umsatzrückgang hinnehmen.

In ihrer jüngsten Dreimonatsbilanz weist die IBM einen Rückgang der Einnahmen von gut einem Prozent von 21,9 Milliarden Dollar im Vergleichsquartal des Vorjahres auf nun 21,7 Milliarden Dollar aus. Der Gewinn nach Steuern kletterte um 13 Prozent von 1,71 auf 1,94 Milliarden Dollar beziehungsweise von 91 Cent auf 1,06 Dollar je Aktie. Im Vergleich zum Vorjahr sind allerdings Erträge in Höhe von 687 Millionen Dollar aus dem Verkauf des Global Network, die im zweiten Quartal 1999 verbucht wurden, nicht inbegriffen. Mit diesem Ergebnis übertrafen die Armonker die Prognosen der Analysten um einen Cent. Für das erste Halbjahr bilanziert Big Blue damit einen gegenüber dem Vorjahr von 42,2 auf 41 Milliarden Dollar gesunkenen Umsatz; der Gewinn kletterte von 3,2 auf 3,5 Milliarden Dollar.

Die Wallstreet quittierte das Übertreffen der ursprünglichen Gewinnprognose mit einem leichten Kursanstieg der IBM-Aktie. Allgemein geht man jedoch davon aus, dass das gute Ergebnis vor allem durch massive Kosteneinsparungen erzielt worden ist.

Jahr-2000-Problem immer noch spürbarBesorgnis erregend gestaltet sich für viele Experten nach wie vor die Umsatzentwicklung des Branchenführers. IBM-Chef Louis Gerstner machte für den schwachen Geschäftsverlauf erneut Auswirkungen des Jahr-2000-Problems sowie interne Umstrukturierungen geltend. Vor allem mit dem PC- und Festplatten-Business sei man "unzufrieden", betonte er.

Wie schon in den vorherigen Quartalen, hatte die IBM auch in den zurückliegenden drei Monaten Schwierigkeiten in wesentlichen Bereichen ihres Hardwaregeschäfts, wo der Umsatz im Vorjahresvergleich um weitere fünf Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar einbrach. Zudem musste in diesem Segment erneut ein Verlust in Höhe von 69 Millionen Dollar ausgewiesen werden. Hauptsorgenkinder waren dabei neben dem margenschwachen PC-Geschäft, wo man Firmenangaben zufolge auch unter den Lieferschwierigkeiten der Halbleiterproduzenten litt, die Großrechnerfamilie System/390 und die Midrange-Server-Plattform AS/400.

Sowohl Gerstner als auch sein Finanzchef John Joyce stellten jedoch für das zweite Halbjahr eine Wende zum Besseren in Aussicht. Man baue auf ein traditionell stärkeres drittes und viertes Quartal und gehe von zweistelligen Wachstumsraten aus. Grund für den Optimismus sei nicht nur die nach oben weisende Tendenz bei Software und Dienstleistungen, auch im Hardware- und vor allem im PC-Geschäft wolle man wieder Boden gutmachen.