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29.08.2005

Schwaches Lizenzgeschäft: Novell strauchelt

Der Profit schrumpft um 91, der Umsatz um 4,7 Prozent.

Die verstärkte Ausrichtung auf Open-Source-Software kommt Novell teuer. Im Ende Juli abgelaufenen dritten Geschäftsquartal 2005 erzielte das Unternehmen nur noch einen Nettoprofit von 2,1 Millionen Dollar. Gegenüber dem Ertrag von 23,4 Millionen Dollar im Vorjahr bedeutet das einen Rückgang um 91 Prozent. Sondereffekte ausgeklammert, erreichte die Company aber ähnlich wie im Vorjahr einen Pro-forma-Gewinn von 14 Millionen Dollar oder drei Cent je Aktie - Analysten der Wallstreet hatten im Schnitt nur mit einem Plus von zwei Cent je Anteil gerechnet.

Novell

Q3/04 Q3/05

Umsatz 304,6 290,2

Ergebnis 23,4 2,1

Angaben in Millionen Dollar

20-prozentiger Einbruch im Softwareverkauf

Die Einnahmen sanken gegenüber dem Vorjahr um knapp fünf Prozent auf 290,2 Millionen Dollar. Die Lizenzerlöse schrumpften sogar um 20 Prozent auf 45,6 Millionen Dollar. An Wartungs- und Serviceumsätzen erwirtschaftete das Unternehmen mit 244,6 Millionen Dollar etwa drei Millionen Dollar weniger als im Vergleichszeitraum 2004.

Wie Finanzchef Joseph Tibbetts erklärte, bemüht sich Novell noch immer darum, das rückläufige Kerngeschäft rund um seine Netzprodukte mit Einnahmen aus dem Open-Source-Sektor zu kompensieren. Mit Linux setzte Novell 44 Millionen Dollar um, 31 Millionen davon steuerten Erlöse aus dem Verkauf des neuen "Novell Open Enterprise Server" (OES) bei. Die Tochter Suse Linux gewann 28000 Abonnenten für den Suse Linux Enterprise Server (SLES) und erwirtschaftete damit acht Millionen Dollar.

"Die Kunden sind nach wie vor von unseren Lösungen in den Bereichen Linux und Identity-Management überzeugt", warb Novell-CEO Jack Messman für seine Strategie. Insbesondere die Anfangserfolge in China stimmten ihn zuversichtlich. Obwohl Novell im abgelaufenen Quartal profitabel gewirtschaftet habe, gebe es noch Raum für Verbesserungen, die zu weiteren Kostensenkungen führen würden. Details dazu will das Unternehmen in den nächsten Monaten bekannt geben.

Zugleich kündigte Novell an, die restlichen 50 Prozent an dem indischen Gemeinschaftsunternehmen Onward Novell zu übernehmen. Um den Verkauf und Vertrieb seiner Software in Asien zu stärken, war Novell 1992 ein Joint Venture mit der indischen Onward Network Technologies Ltd. eingegangen. Parallel dazu unterhält die US-Company inzwischen ein eigenständiges Softwareentwicklungszentrum in Bangalore. An der Wallstreet fand Novell mit seinen Zahlen Gnade. Die Anleger honorierten den Sparwillen des Unternehmens (siehe Seite 13). (mb)