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17.04.2013 - 

Otellini aber optimistisch

Schwaches PC-Geschäft lässt Intel-Gewinn schrumpfen

Jahrelang eilte der Chipkonzern Intel von Rekord zu Rekord. Doch der rasante Niedergang des Geschäfts mit Notebooks und Desktop-Computern trifft den Branchenprimus ins Mark. Intel sucht verstärkt nach neuen Einnahmequellen.
Intel-Chef Paul Otellini auf der CES 2012
Intel-Chef Paul Otellini auf der CES 2012
Foto: Intel

Die Flaute im PC-Markt hat den Gewinn des weltgrößten Chipherstellers Intel um ein Viertel einbrechen lassen. Intel verdiente im ersten Quartal noch knapp 2,05 Milliarden Dollar (umgerechnet 1,56 Milliarden Euro) nach 2,74 Milliarden ein Jahr zuvor. Die Erlöse sanken um 2,5 Prozent auf 12,58 Milliarden Dollar.

Besonders das PC-Geschäft lief deutlich weniger profitabel, wie das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Das operative Ergebnis in diesem Bereich stürzte von knapp 3,5 auf gut 2,5 Milliarden Dollar ab. Der Umsatz ging von 8,5 auf rund 8 Milliarden Dollar zurück. Konzernchef Paul Otellini ist mittelfristig trotzdem optimistisch und setzt dabei auf kommende Produkte und die Umstellung der Produktion auf neue Prozesse mit noch kleineren Strukturbreiten von nur noch 14 Nanometer.

Intel ist mit einem Marktanteil von rund 80 Prozent der mit weitem Abstand größte Hersteller von Chips für klassische Personal Computer. Das Geschäft mit Notebooks und Desktop-Rechnern, in denen meist Prozessoren von Intel stecken, war im ersten Quartal jedoch erneut stark geschrumpft. Der Marktforschungsfirma IDC zufolge gab es mit einem Minus von 14 Prozent sogar den bisher stärksten Rückgang. Zum einen greifen die Kunden lieber zu Smartphones und Tablet-Computern. Zum anderen schreckte das Microsoft-Betriebssystem Windows 8, das den Markt beleben sollte, den IDC-Experten zufolge mit seinem neuen Design die Kunden eher ab.

Intels Fab D1D in Hillsboro, Oregon
Intels Fab D1D in Hillsboro, Oregon
Foto: Intel

Intel versucht schon lange, neue Einnahmequellen zu erschließen, um unabhängiger vom PC-Geschäft zu werden. Bei den boomenden Smartphones und Tablets ist der Chip-Riese trotz jahrelanger Anstrengungen bisher nur in wenigen Geräten vertreten - verspricht aber einen Ausbau der Marktanteile mit neuen Technologien. Außerdem arbeitet Intel in den USA an einem ambitionierten Videodienst aus dem Internet.

Beim zweiten großen Standbein - Prozessoren für Server - lief es besser. Der Umsatz verbesserte sich um 7,4 Prozent auf 2,58 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis blieb mit einem Rückgang um fünf Prozent auf 1,08 Milliarden Dollar relativ stabil.

Die Marktbeobachter hatten mit Intel-Zahlen in dieser Größenordnung gerechnet, die Aktie legte nachbörslich leicht zu. (dpa/tc)

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