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14.08.1992 - 

Geschäftsführer: Deutscher Vertrieb soll ausgebaut werden

Schwäche im vierten Quartal drückt Jahresergebnis von Sun

MOUNTAIN VIEW (CW) - Trotz eines kräftigen Rückgangs im vierten Quartal lag der Gewinn der Sun Microsystems Inc. im Geschäftsjahr 1991/92 mit 173 Millionen Dollar nur um neun Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Den Abwärtstrend erklärt der Anbieter von Workstations, Prozessoren und Systemsoftware mit dem Preisverfall bei der Hardware.

An Umsätzen verzeichnete Sun Microsystems im vergangenen Geschäftsjahr 3,6 Milliarden Dollar, also ein Plus von 12,5 Prozent. Die letzten drei Monate des Berichtszeitraumes brachten, so Sun-Angaben, zwar einen Rekordumsatz von 973 Millionen Dollar; der Quartalsgewinn brach jedoch ein: Es blieb ein Ertrag von 37,7 Millionen Dollar, 43 Prozent weniger als im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Zufrieden äußerte sich Chief Financial Officer Kevin Melia über den Auftragseingang sowie die Absatz- und Umsatzzahlen. Seit Ankündigung der Sparc-Station-10-Produkte im Mai mit neuen Aufrüstungsmöglichkeiten habe Sun Aufträge im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar erhalten. Im vierten Quartal lieferte der Hersteller nach eigenen Angaben 56 000 HW-Systeme aus.

Mit der Ankündigung der neuen Produkte hatte Sun die Preise für ältere Technologien teilweise deutlich reduziert. Den daraus resultierenden Verfall der Bruttomarge, so Melia, habe man indes weitgehend durch eine Verbesserung der "Operativen Effizienz" auffangen können.

Etwas langsamer als das Geschäft der Mutter wuchs das der Sun Microsystems GmbH, München. Die Gesellschaft meldet

für 1991/92 einen Umsatz von 301 Millionen Mark, das sind 8,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Insgesamt 35 528 Sun-Systeme hierzulande - davon 12 271 Neuinstallationen im Geschäftsjahr - bedeuteten einen Marktanteil von 27 Prozent bei Unixbasierten Workstations und Servern und damit die Marktführerschaft in Deutschland, so Sun mit Bezug auf das Marktforschungsunternehmen Dataquest.

Geschäftsführer Helmut Krings betonte allerdings, man könne noch zulegen. Wegen der "nur sehr schwer einschätzbaren wirtschaftlichen Entwicklung nach der Wiedervereinigung habe man sich bei der Erweiterung der Vertriebs- und Dienstleistungs-Organisation "im abgelaufenen Geschäftsjahr vorerst zurückgehalten und nur sehr vorsichtig investiert", bemerkte Krings.