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15.04.1988

Schwarze Kunst

Es gibt verschiedene Ansichten darüber, was man unter "Desktop Publishing" verstehen soll. Eine davon stammt von Marketingleuten der Firma Apple, die sagen: "Nur was Nicht-Apple-PCs nicht können, verdient das Kürzel DTP." Mit dieser Version können wir leben,

zumal sich abzeichnet, daß es bald keine Nicht-Apple-PCs mehr geben wird. Will sagen: Wie man mit Bildern(!), Text und Daten auf einem Macintosh umgeht, wird bald State of the Art im Personal Computing sein. Auch umgekehrt wird ein Schuh draus: Es ist albern, in diesem Zusammenhang von "Desktop Publishing" zu sprechen. Die Bezeichnung trifft hier nicht, sie richtet aber auch keinen an. Merke: Die wichtigste Funktion eines Mac-Typ-PC ist der elektronische Papierkorb.

Festeren Boden betreten wir, wenn wir uns der schwarzen Kunst zuwenden, dem Druckgewerbe. Die Setzer von heute kennen sich mit dem Computer aus, und sobald sie merken, daß sich die DV-Hersteller um sie kümmern, erwacht der Gutenberg in ihnen. Sie spucken in die Hände und fragen: "Welcher Professionelle Produktionsbetrieb braucht schon Computer Asthmatic Publishing?" CAP-Systeme (Computer Aided Publishing) werden an den vorhandenen Techniken und deren Möglichkeiten gemessen - da ist längst noch nicht ausgemacht, welches Verfahren bei Redaktionsschluß eher die Druckfreigabe bekommt. Daraus ist zu sehen, welch schien Wettbewerb um DTP und CAP nun begonnen hat. Vorteil für die Interessenten: Sie können die Dinge einordnen - das ganze "Desktop-Public-Relations"-Geschwätz der Hersteller geht über Bord. Das walte Gutenberg!