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16.05.1986 - 

Millionen für Automation und Telekommunikation:

Schweizer Banken im DV-Zugzwang

ZÜRICH (sg) - Die Computertechnik ist auch im eidgenössischen Bankenbereich zu einem wichtigen Element der Konkurrenzfähigkeit geworden. Demzufolge müssen die Computer-Ressourcen stimmen und die traditionellen Banker. die mit der neuen Technik noch häufig überfordert sind, entsprechend unterstützt werden.

Allein die Schweizer Bankgesellschaft (SBG) gibt jährlich rund 300 Millionen Franken für Computer-und Kommunikationshardware aus. Mehr als 1000 Mitarbeiter sind im Entwicklungsbereich eingesetzt und weitere 700 für den Betrieb der Rechner- und Kommunikationszentralen tätig. Dies teilte SBG-Generaldirektor Heinrich Steinmann anläßlich der Industrie-Messe in Hannover mit.

Steinmann führte weiter aus, daß in jedem hochtechnisierten SBG-Bankarbeitsplatz rund 360 000 Franken "stecken". Davon ließe sich die Hälfte der Informatik zurechnen, denn ohne ihre elektronische Infrastruktur könne die Bank bereits nicht mehr existieren. Allein der Ausfall der Informatik-Netzwerke, so der SBG-Generaldirektor, käme für das Bankinstitut einer Katastrophe gleich. Deshalb seien Schutzmaßnahmen und der Einbau zusätzlicher elektronischer Elemente zur Stützung der Grundinformation die unvermeidliche Konsequenz.

Nach Auskunft Steinmanns arbeiten die Rechenzentren der Banken heute untereinander mit Hochgeschwindigkeitsübertragungskanälen in einem Großrechnerverbund und bedienen ein ausgedehntes Filialrechner- und Terminalnetzwerk über das öffentliche Fernmeldesystem. Ferner sei bei der SBG die Verlängerung der Informationsnetzwerke vom nationalen in den internationalen Bereich hinein "in vollem Gange".

In Anbetracht der rasanten technologischen Entwicklung sei der traditionelle Banker jedoch überfordert und fühle sich auf verlorenem Posten, wenn die Unterstützung durch geschulte und erfahrene Ingenieure sowie Informatiker fehle. Aus diesem Grund zögen in Banken mit modernsten elektronischen Hilfsmitteln zunehmend Generalisten mit technischem Background in die obersten Chefetagen ein.