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05.06.1981 - 

Kienbaum analysiert internationales Gehaltsgefälle:

Schweizer DV-Chefs sind Spitzenverdiener

GUMMERSBACH (pi) - In den westeuropäischen Staaten werden recht unterschiedliche DV-Gehälter gezahlt. Gehalts-Krösusse sind DV-Verantwortliche in der Schweiz, die fast fünfzig Prozent mehr verdienen als ihre deutschen Kollegen. Dies ergab eine Untersuchung der Kienbaum Vergütungsberatung in Gummersbach.

Bei ihrer Erhebung errechneten die Gummersbacher Jahresbruttoeinkünfte (einschließlich Erfolgsbeteiligung sowie Weihnachts- und Urlaubsgeld) für vergleichbare DV-Führungspositionen in sechzehn europäischen Staaten und den USA. Befragt wurden nur DV-Verantwortliche in Unternehmen mit einem durchschnittlichen Umsatz von fünfzig Millionen Mark.

Die Kienbaum-Resultate zeigen, daß die Rangskala mit 147 Prozent (siehe Tabelle) von der Schweiz angeführt wird. Die nächsten Plätze belegen Belgien, Schweden und die USA. Sehr gut plaziert sind auch Frankreich, Dänemark und Norwegen. Deutschland folgt erst auf Rang acht der Skala. Dagegen weisen Länder wie Großbritannien, Griechenland, Spanien und Irland relativ geringe durchschnittliche DV- und Organisationsleiter-Vergütungen auf. Das Schlußlicht bildet Portugal.

Eine instabile Entwicklung des Preisniveaus sowie eine schlechte Wirtschaftslage beeinflussen die Gehaltsstruktur negativ. Vor allem in Großbritannien und Italien sind die DV-Führungskräfte-Gehälter in den letzten zwei Jahren aufgrund der hohen Inflationsraten stärker angestiegen als in früheren Jahren. Trotzdem liegen die DV-Management-Bezüge in Großbritannien noch weit unter denen der führenden europäischen Industrieländer.

Interessant sind auch die unterschiedlichen Einkommensteuerbelastungen der EDV-Spitzenmanager in Europa. Dabei schneiden die Schweizer und Franzosen am günstigsten ab. Deutsche, Briten und Italiener bewegen sich im mittleren Bereich. Die Sozialversicherungsbeiträge sind allerdings in Deutschland wesentlich höher als in anderen europäischen Staaten. In Schweden liegen, die Nettobezüge ausgesprochen niedrig. Dort zahlen leitende Angestellte zwar keine Beiträge zur Sozialversicherung, die Steuerbelastung ist jedoch sehr hoch.

In Österreich 15 Gehälter

Die meisten westeuropäischen EDV-Führungskräfte erhalten dreizehn Monatsgehälter (in Österreich und Portugal vierzehn). Die Höhe der Erfolgsbeteiligung (zum Beispiel Prämien, Tantiemen) ist unterschiedlich. Sie liegt im Mittelbereich bei sieben und fünfzehn Prozent der Bezüge. In Portugal, dem Land mit den niedrigsten DV-Management-Bezügen, trifft man nur sehr selten Erfolgsbeteiligungen an. In Österreich wird indessen meistens an Stelle einer Erfolgsbeteiligung ein fünfzehntes Gehalt gezahlt.

Die monetären Leistungen werden durch betriebliche Sozialleistungen wie zusätzliche Kranken-, Unfall- oder Lebensversicherungen, betriebliche Altersversorgungssysteme sowie Firmenwagen ergänzt. Diese Zusatzleistungen sind auch in allen westeuropäischen Ländern üblich. Die Verbreitung und Höhe ist jedoch recht unterschiedlich. Im allgemeinen gilt der Trend: In Ländern mit hohem Vergütungsniveau (und hohem Lebensstandard) also in den führenden Industriestaaten, werden auch besonders hohe betriebliche Zusatzleistungen gewährt.