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08.09.1989 - 

Rund 50 Prozent der Unternehmen favorisieren dedizierte Lösungen:

Schwund bei Third-Party-Netzen für EDI

FRAMINGHAM (IDG) - Mit zunehmendem Vertrauen in den elektronischen Datenaustausch nach EDI (Electronic Data Interchange) steigt die Bereitschaft großer Anwender, EDI-Informationsaufkommen nicht mehr über Third-Party-Netzwerke, sondern über dedizierte und interne Kommunikationsschienen abzuwickeln.

Zu den Unternehmen, die eine diesbezügliche Umstellung vornehmen wollen, gehört auch das im EDI-Sektor sehr engagierte Unternehmen Texas Instruments, Dallas. Der Konzern installiert derzeit Direktverbindungen zwischen Handelspartnern mit hohen Daten- und Nachrichtenvolumina. 60 Prozent von TIs existierendem EDI-Informationsaustausch wird von insgesamt acht verschiedenen Third-Party-Netzwerken übernommen. Jedoch prognostiziert John White, Senior-Vicepresident von TIs "Information System Systems & Services Group", daß dieser Anteil innerhalb der nächsten Jahre auf 20 Prozent schrumpfen wird.

Ein anderer großer EDI-Benutzer, die E.I. du Pont de Nemours & Co in Wilmington marschiert in die gleiche Richtung. "Es ist nicht unsere Philosophie, unseren gesamten EDI-Verkehr auf dedizierte Leitungen zu übernehmen", sagt Ken Hutcheson, EDI-Supervisor bei du Pont. "Aber wir werden direkte Verbindungen für EDI-Transaktionen mit unseren strategischen Partnern benutzen, wo sich sonst die Übermittlungsprobleme nicht bewältigen lassen". Mit 90 Prozent haben Third-Party-Netzwerke hier das "Sagen". E.I. du Pont de Nemours & Co möchte nicht drastisch, aber doch mindestens um 20 Prozent das entsprechende EDI-Aufkommen reduzieren.

Howard Anderson, President der Yankee-Gruppe, einer Marktforschungs-Gesellschaft aus Boston erklärt hinsichtlich der EDI-Ambitionen, daß 50 Prozent der großen Benutzer im Laufe der kommenden drei Jahre Third-Party-Netzwerke aufgeben wollen.

Trotz des sich abzeichnenden EDI-Umschwungs sollte man hier nicht umbedingt im "Bausch und Bogen Verfahren" urteilen. So erklärt beispielsweise der EDI-Verantwortliche bei AT&T, Gary Dalton, daß der Einsatz von direkten Verbindungen nicht die richtige Antwort für jedermann sei, sondern die Entscheidung auch von den jeweiligen unternehmensspezifischen Gegebenheiten geprägt werde.