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31.03.2000 - 

SCO-Chefs über die Zukunft von Unixware 7

SCO befindet sich in der Betriebssystem-Zange

FRAMINGHAM (IDG) - "Unixware 7" hat einen schweren Stand. Während es im Lowend von Windows 2000 und Linux in die Zange genommen wird, muß es im Highend gegen Systeme von IBM oder Sun bestehen. Die CW-Schwesterpublikation "Computerworld" hat sich mit Doug Michels, President, und Mike Orr, Senior Vice President Worldwide Marketing, über die Zukunft von SCO unterhalten.

CW: Analysten behaupten, Linux mache SCO Unixware obsolet. Was sagen Sie dazu?

Michels: Es gibt genügend Platz für mehrere Betriebssysteme. Wir sind durchaus der Meinung, dass Linux für ein gewisses Gleichgewicht in der Industrie gesorgt hat, die bis dato Server-seitig stark von Microsoft dominiert gewesen ist. Im Desktop-Bereich gilt das heute noch. Viele Marktbeobachter dachten noch vor kurzem, das Server-Segment würde mit der steigenden Akzeptanz von Windows NT eine ähnliche Entwicklung nehmen wie das Geschäft auf dem Desktop. Seit Linux gibt es Alternativen. Das Open-Source-Betriebssystem ist allerdings noch nicht so stabil wie unser Unixware 7.

CW: Eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts International Data Corp. (IDC) attestiert SCO im Vergleich zu Linux und Windows NT einen kontinuierlich sinkenden Marktanteil. Sind Sie besorgt?

Orr: IDC spricht in der Studie über Stückzahlen, nicht Dollars. Der Preis von Linux kann zwischen null und mehreren tausend Dollar variieren. Was uns interessiert, sind die Einnahmen - und die sind bei uns von 1998 auf 1999 gestiegen. Der gesamte Unix-Markt wächst im Hinblick auf die Einnahmen der einzelnen Hersteller, obwohl die verkauften Stückzahlen nachlassen. Man muss sich doch nur mal die Zahlen ansehen: Während Linux mit 25 Prozent der verkauften Stückzahlen im Betriebssystem-Geschäft rund 32 Millionen Dollar einbrachte, machte das restliche Business 5,7 Milliarden Dollar aus. Das heißt: 75 Prozent des Marktes brachten 99,9 Prozent der Einnahmen ein.

CW: Sie setzen in Ihrem Geschäft hauptsächlich auf ein Netz von Verkäufern, die Unixware auf die Systeme der Kunden bringen. Wie rechtfertigen Sie es vor diesen Händlern, Unixware und nicht die Alternative Linux vorzuinstallieren?

Michels: Der Preis für unsere Software entspricht fünf Prozent des Kaufpreises eines gesamten Systems. Wenn einer unserer Wiederverkäufer ein System an einen Kunden ausliefert, bekommen wir fünf Prozent der Einnahmen. Würde der Verkäufer diesen Anteil auf null Prozent herunterschrauben, indem er Linux einrichtet, würde das die Kaufentscheidung des Kunden sicher nicht sonderlich beeinflussen. Auch aus Sicht des Verkäufers macht es keinen großen Unterschied. Installiert er ein freies Betriebssystem, muss er es trotzdem konfigurieren und einrichten. Für Wiederverkäufer ist es keineswegs ausschließlich positiv, ein kostenloses Betriebssystem zu installieren.